Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Klangwelten

Bunter Herbst, Alte und Neue Musik für die frühmittelalterliche Leier


Endlich bin ich mal wieder hier :-) Hoffentlich geht es Euch gut.

Beruflich und privat war es eine randvolle Zeit... aber auch freie Tage dazwischen, zum Abschalten und Ausgleich finden mit meiner Familie, in der traumhaft bunten Herbst-Natur, und natürlich in der Musik.




Klavier spiele ich - rein autodidaktisch - jetzt seit knapp 4 Jahren, einfach nur so für mich, nur Stücke, die mir wirklich gefallen, ganz sicher völlig "unperfekt" und mit vielen Fehlern, aber mit großer Begeisterung.



Die Saiteninstrumente habe ich erst vor gut einem Jahr entdeckt, kannte das bis dahin gar nicht .. seitdem habe ich einiges ausprobiert, und nun glaube ich, zumindest vorerst (es ist ja immer alles im Wandel) "meinen Weg", meine Vorlieben gefunden zu haben.

Die meisten moderneren Leiern, und auch die Kantelen und Harfen, sind so bespannt, dass beim Spielen die höchste Saite am körpernahesten ist. Ich komme aber mit der umgekehrten Saitenanordnung besser klar.

Darum werde ich mich jetzt nur auf diese Instrumente konzentrieren, und für die anderen - allesamt schöne und klangvolle Instrumente - in aller Ruhe neue Besitzer suchen. Ich bin sicher, dass sich das mit der Zeit richtig fügen wird.

Georg Däges  hat viele wunderbare Lieder für die frühmittelalterliche Leier mit 6, 7 und 8 Saiten  zusammengestellt und komponiert -

und in jüngster Zeit hat er zwei neue Notenhefte für die Leier herausgebracht, die sowohl alte irisch-keltisch-bretonische Stücke, als auch Neukompositionen beinhalten, mit meditativen Gedanken und Impulsen.



An den freien Tagen hatte ich Gelegenheit, bereits einige der vielen schönen, entspannenden Melodien aus diesen Notenheften zu spielen ... sie versetzen Spieler und Zuhörer in eine vergangene, doch längst nicht vergessene Welt, und sie malen stimmungsvolle Naturbilder. Die Stücke lassen sich mit allen Saiteninstrumenten spielen, die entsprechend bespannt sind. Am schönsten finde ich es aber mit der frühmittelalterlichen Leier.


Nun habe ich Euch wieder ein bisschen an meiner großen Leidenschaft für die Musik teilhaben lassen :-) Ich bin wirklich unheimlich dankbar, sie entdeckt zu haben ..und das, obwohl ich mich nach den schlechten Noten in der Schule und dem nicht wirklich vorhandenen Erfolg in 1 1/2 Jahren Klavierunterricht als Kind eher für völlig unmusikalisch gehalten hatte.

Aber was ich schon immer hatte .. ganz viele Melodien in mir. Und um mich herum. Nun habe ich ein Medium - nein, mehrere - gefunden, um diesen Melodien Raum zu verleihen, weil ich auch gerne einfach nur improvisiere ... nach Gefühl vor mich hin spiele ...das tut unheimlich gut.




Morgen wird ein ziemlich aufregender Tag - ich treffe mich mit einem Menschen, den ich über 8 Jahre lang aufgrund eines problematischen Verhältnisses nicht mehr gesehen habe. Wir hoffen auf einen Neuanfang ..


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende :-)

Birgit 03.11.2017, 09.55 | (13/0) Kommentare (RSS) | PL

Nichtschwimmer-Hundi, Musik machen am Waldrand ...



... auf unserer kleinen Tour über Land und durch den Wald haben wir dort in einer ruhigen Ecke halt gemacht und einfach nur relaxt ..




..mein Schatz mit einem Buch über Astronomie, und ich mit meiner Soprankantele ...sehr entspannend.



Hosted on Fotki


Ja .. Zeit ist Luxus.. gemeinsame freie Zeit und die Möglichkeit, einfach loszudüsen an einen schönen ruhigen Ort. Natürlich haben wir auch in dieser einsamen waldigen Gegend Menschen gesehen - vor allem Motorradfahrer und Radler. Komplette Ruhe findet man in Straßennähe an einem Ferien-Sonntag wahrscheinlich nicht. Dennoch ..es war toll!

Ich halte die Kantele hier übrigens absichtlich verkehrt herum - damit die Abfolge der Saiten meinen beiden Leiern entspricht, wenn ich Stücke für die Leier darauf übe und spiele.



Hosted on Fotki


Stimmt ..unser Hund schwimmt nach wie vor nicht ;-) Der Ring ist hier für sie schon zu weit entfernt. Sie spielt gern im Wasser, aber Schwimmen .. nö :-) Wirklich ungewöhnlich für einen Retriever.

Einen schönen Sonntagabend wünsche ich Euch .. bis morgen :-)

Birgit 20.08.2017, 20.01 | (7/1) Kommentare (RSS) | PL

Kopftuch ;-) / Meine neue 8saitige Leier, Greta

Danke Euch für Eure lieben Kommentare zu meinem Einschulungsfoto ;-)

Ich habe mal meine Mom gefragt, warum ich das Kopftuch tragen mußte:

Das gab es damals von der Verkehrswacht, zur Sicherheit und als Zeichen - da sind Schulanfänger, fahrt vorsichtig. Mädels bekamen gelbe Kopftücher auf, Jungs gelbe Kappen. Wie lange wir das tragen mußten, weiß ich leider nicht mehr.

Hier ist es schon wieder dämpfig und schwül, Kopfwehwetter ..

Mein "Maxi-Musikpark", wie eine liebe Freundin das mal so schön genannt hat, hat wieder Zuwachs bekommen:

eine achtsaitige germanische Leier. Gebaut hat sie für mich Thomas vom Etsy-Shop PaganCraftsAustria.







Was soll ich sagen .. ich bin begeistert :-) Nun habe ich wieder eine neue Klangwelt zu entdecken. Sie sieht einfach toll aus, ist sehr handlich und hat einen schönen Klang. Die Gravuren macht Thomas nach Wunsch des Kunden, personalisiert.

Im Gegensatz zu meinen anderen Saiteninstrumenten mit Stahlsaiten hat diese Leier nun Nylonsaiten. Das ergibt ein weicheres Klangbild, weniger nachklingende schwebende Obertöne, und die Spielart ist auch weicher, als auf Stahlsaiten. Der Klangcharakter ist somit ganz anders - ich würde sagen, die Atmosphäre ist "älter", und es ist eine wunderbare Ergänzung zu meinen anderen Instrumenten. Ich mag beides gerne, Stahl und Nylon - je nach meiner Stimmung bevorzuge ich das eine oder das andere, beides hat etwas für sich.

Die Stimmung der Leier ist in F-Dur und sie klingt tiefer, als z. B. meine sechssaitige Leier.

Es ist toll, so unterschiedliche Instrumente zu haben.. und mal davon abgesehen, dass ich eigentlich für jedes noch ein Extra-Paket Zeit bräuchte *gg* - ich schaffe es schon, so ziemlich jeden Tag meine Instrumente zu spielen. Ist halt ein riesengroßes Hobby von mir, eigentlich mehr als ein Hobby, und wenn ich nicht dazu komme, dann fehlt mir definitiv was.




Naja und Greta ..darf natürlich nicht fehlen ;-)




Ich wünsche Euch einen guten Wochenstart :-)

Birgit 30.07.2017, 18.55 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Früher vs. Heute /Finnische Kantele / Philosophie über die Musik / Hundi :-)


Vorletzte Woche nutzten wir einen gemeinsamen freien Tag, um nach langer Zeit mal wieder unsere Landeshauptstadt Stuttgart zu besuchen, wo ich früher mal gelebt habe.

Es war interessant, die Atmosphäre wieder neu zu erleben - aber es fühlte sich für mich irgendwie so an, als ob ein anderer Mensch die Stadt sehen würde ...zu viel hat sich seit damals verändert, zu sehr habe ich mich verändert. Ein wirklicher Stadtmensch war ich noch nie, aber mit 19, 20 war es toll, nur ein paar Stationen U-Bahn fahren zu müssen, um in die "Stamm-Disco" zu kommen und die Nacht durchtanzen zu können. Auch unter der Woche. (Ja, meine Sprachen-Ausbildung habe ich dennoch durchgezogen ;) )

Inzwischen haben sich meine Prioritäten gewandelt, und ich bin außerdem das totale Land-Ei geworden, liebe und brauche die Ruhe und Einsamkeit der Natur.

Musik höre ich natürlich immer noch gern, aber seit Ende 2013 mache ich sie auch selbst, mit immer noch wachsender Begeisterung. Also war es irgendwie klar, dass das Musikgeschäft in den Königsbau-Passagen mich magisch angezogen hat.

Dort entdeckte ich unter anderem mehrere Leiern, und - ein Instrument, das mich schon beim ersten vorsichtigen Streichen über die Saiten in seinen Bann zog: eine zehnsaitige finnische Kantele.





Ein ganz feiner, klarer, ja - silbriger Klang ... Die Stimmung kann pentatonisch (5 Töne) oder diatonisch (z. B. c4 bis e5) sein. Man kann es auf dem Schoß liegend spielen, die Saiten mit den Fingern streichen/zupfen, oder im Arm halten ..ja, sogar auf dem Sofa liegend kann ich ihm Töne entlocken :) Entspannender geht's kaum. Ich halte es allerdings meist andersherum, mit der längsten Saite zu mir, weil ich es so von meiner mittelalterlichen Leier her gewohnt bin. Das entspricht aber wohl auch der Entwicklung des Instruments und seines Spiel-Stils über die Jahre (Link führt zum Finnland-Institut)





Und da es eindeutig "Liebe auf den ersten Blick" war, konnte ich nicht anders und mußte mir dieses Instrument selbst zu Weihnachten zu schenken ;-)

Meine Mutter kam am Tag darauf zu Besuch, und sie war auch ganz begeistert von dem Klang. Sie meinte allerdings "Dir sollte man einen Sack Zeit schenken, den bräuchtest Du wirklich sehr .."

Wo sie recht hat :) Aber ich habe es noch nicht bereut, im Gegenteil .. Es ist so entspannend für mich, ein Saiten-Zupf-Instrument zu spielen, das sind genau die Ruhemomente, die ich als Ausgleich so brauche. Die Leier und die Kantele sind für mich ganz verschieden, auch wenn sie irgendwo "verwandt" sind.

Während dem "Klönen" mit meiner Mom spielte ich nebenher kleine Melodiefolgen und Stücke auf meiner Leier, und sie fand das auch sehr entspannend und beruhigend. Das ist das Schöne an diesen Instrumenten - sie wirken so positiv und sind ganz "unaufdringlich", sogar als Begleitung während der Unterhaltung wunderbar .. Mit dem viel dominanteren Klavier (das ich aber dennoch nicht vernachlässige) wäre das eher nicht möglich.

Und ich empfinde es so, dass ich damit ganz nah an das Wesen des Klanges komme, diese Intensität und Reinheit des Tons verbunden mit den Schwingungen, die der Klangkörper direkt auf mich überträgt .. Die Musik als Verbindung zur Unendlichkeit des Universums, ja - vielleicht auch die Unendlichkeit allen wandelbaren Seins .. das ist ein großes Glücksgefühl.

Wir schwingen alle irgendwie mit dem Universum, haben eine ursprüngliche Verbindung zu dem "Ur-Klang", die nur leider oft überlagert wird von den alltäglichen Disharmonien.

Mit diesen Instrumenten finde ich wieder zu dem Ur-Klang zurück.




Selbst auf unseren eigentlich immer hungrigen und ziemlich agilen Hund wirken die oft nur improvisierten Klänge sehr beruhigend :-)

Auch Noten habe ich mittlerweile für die Kantele, aber dazu in einem anderen Beitrag, sonst wird es zu lang.

Liebe Grüße an Euch.

Birgit 27.12.2016, 18.49 | (4/4) Kommentare (RSS) | PL

Sonniger Feiertag - Keltische Barden-Harfe, Leier, Musik

Auch heute am Feiertag hat sich der Herbst wieder von seiner schönsten Seite gezeigt, und wir waren natürlich viel draußen unterwegs. Internet und Telefon funktionieren übrigens wieder :) Allerdings kämpfe ich mit meinem extrem langsamen alten Laptop, sogar Bildbearbeitung dauert ewig ..daher mal erst nur drei Bilder von heute.....




Darf ich da auch wieder rein?

.. sie ist bereits nass *g* Auch wenn sie nicht schwimmt, im flachen Wasser plantschen ist immer toll :-)

Viel Musik gemacht habe ich auch heute wieder ... gleich morgens am Klavier, und natürlich mit meiner geliebten mittelalterlichen Leier ..



.. es vergeht kein Tag, an dem ich nicht auf ihr spiele. Es gibt nichts Entspannenderes für mich ... Und ich habe ja noch viele bretonische Stücke aus den Liederbüchern von Georg Däges, die ich lernen bzw. verfeinern kann. Manche kann ich sogar schon auswendig.

Und nun hat die Leier "Gesellschaft" bekommen!

Ich habe im Netz eine irische Bardenharfe entdeckt ..man könnte auch Baby-Harfe dazu sagen :) Sie hat 12 Saiten aus Nylon. Im Preis war sie total günstig, und ich wollte ja vor allem ein kleines Instrument zum Testen, zum Stimmen üben, verschiedene Tonarten, auch nach Gehör ..habe eigentlich nicht viel erwartet ehrlich gesagt - und bin sehr positiv überrascht worden ..



Sie kam natürlich sehr verstimmt hier an - ich war mir nicht sicher, was für eine Stimmung eigentlich vorgesehen gewesen war ... also habe ich mich vor mein Klavier gesetzt, und sie nach dem Hören einfach mal auf die nächstliegende Tonart, F-Dur gestimmt.

Nun mag ich allerdings die Dur-Tonarten nicht so sehr, und F-Dur ähnelt sehr C-Dur.

Wie viel Veränderung halten die Saiten aus? Sie sind ja für eine gewisse Stimmung bzw Spannung vorgesehen.

Egal - ich probier's - habe die Harfe auf die nächst höhere Molltonart - G-Moll - hochgestimmt. Und bis jetzt ist noch keine Saite gerissen :) Dafür klingt sie überraschend gut für die Größe - ist auch relativ schwer, und der Resonanzkörper aus Mahagoni- und Rosenholz gibt die Töne toll wieder. Ich habe sie jetzt seit 5 Tagen, und seit gestern hält sie die Stimmung, ohne dass ich nachstimmen muß - und ich habe den Eindruck, der Klang wird immer besser. Was sicher auch daran liegt, dass ich mich immer mehr "einspiele". Auf jeden Fall kann ich nicht richtig Harfe spielen, aber bei den wenigen Saiten muss man das auch nicht können. Ich spiele einfach nach Gefühl - viele Lieder lassen sich ja auch entsprechend transponieren .. Habe dann noch ein fis mit reingestimmt, das gibt gleich einen ganz anderen Effekt.

Außerdem benutze ich manchmal ein Leder-Plektrum zum Spielen (das eigentlich für die Ukulele gedacht ist) und damit läßt  sich ein sehr kraftvoller, runder und warmer Klang erzeugen. Habe mir jetzt noch ein zweites bestellt. Die Harfe kann man ja auch zweihändig spielen.





Bratkartoffeln auf unserer Feuerschale im Garten zubereiten :) in der neuen schmiedeeisernen Pfanne.

Ja, das war unser Feiertag. Richtig schön ..

Und ich freue mich einfach total über all meine Instrumente, die so bereichernd sind, jedes auf seine Weise, ich möchte das nicht missen .. und fürchte auch, die irische Bardenharfe war nicht die letzte "Neuanschaffung".

Über kurz oder lang möchte ich entweder ein chromatisch gestimmtes Saiten-Instrument (alle Töne mit Halbtönen) mit um die 30 Saiten (z. B. eine entsprechende Leier mit doppelreihiger Bespannung) oder ein einfacheres diatonisches in h-Moll, denn diese drei Tonarten, mit d-Moll (die Leier) und g-Moll (die Baby-Harfe) sind meine Lieblings-Tonarten - auch am Klavier (wobei ich cis-Moll auch sehr schön finde).

Morgen geht's erst einmal wieder an die Arbeit ..aber nun ist die Woche ja nicht mehr so lang bis zum Wochenende :) Ich wünsche Euch eine richtig schöne restliche Woche. Paßt auf Euch auf.

Birgit 01.11.2016, 18.46 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL

Die frühmittelalterliche Leier und der Notenständer


... hier nun ein Bild von dem Notenständer und den momentan als Dekoration fungierenden handgewebten Lesezeichen, die ich beim Adventon erworben habe ...









Spielfreude und Musikgenuß .. Entspannung pur :-) auch wenn manche der Stücke wirklich nicht einfach sind, und ich erst einmal ein bisschen Übung bekommen möchte - aber das ist eine so schöne Herausforderung.

Birgit 19.09.2016, 17.23 | (2/1) Kommentare (RSS) | PL

Erste Spiel-Erfahrungen mit der mittelalterlichen Leier :-)

Vielen lieben Dank für Eure Kommentare :-)

Ich  bin so glücklich mit der Leier .. Gestern und heute habe ich viel darauf gespielt, nach Noten und auch einfach nach Gefühl - Klänge improvisiert in der g Moll-Tonart, in der die Leier gestimmt ist. Draußen im Garten sitzend - sie paßt wundervoll in die Natur ..

Das Spielen finde ich gar nicht schwer - wie Herr Däges mir gesagt hatte - die sechssaitige Leier ist ideal, um bereits als Anfänger richtig Musik zu machen, ohne aufwendiges Üben.

Irgendwie habe ich immer Melodien im Kopf. Das war schon als Kind bei mir so - da habe ich sie einfach gesungen. Aufschreiben konnte ich sie mangels Notenkenntnis nicht, und das wollte ich auch gar nicht. Die Melodien waren ja immer da - ich konnte sie im Kopf hören, und singen, wenn ich wollte.

Und immer waren es Klänge in Moll.

Dass ich mittlerweile Noten lesen und Akkorde halbwegs erkennen kann, und ja auch Klavier autodidaktisch lerne/spiele, hilft mir jetzt am Anfang natürlich sehr bei den ersten Geh-Versuchen mit der Leier. Vom Notenblatt spielen ist kein Problem. Am schwierigsten finde ich es noch, die richtige Handhaltung beizubehalten und die Töne gleichmäßig laut anzuschlagen. Aber das - ist alles eine Frage der Übung :-) Und das Üben macht mir unheimlich Spaß.

Die Musik war schon immer ein ganz wichtiger Teil meines Lebens, kein Tag vergeht ohne Musik. Dass ich jetzt ein ganz einzigartiges, liebevoll handgefertigtes Saiteninstrument auf Basis eines viele Jahrhunderte alten Ursprungs-Instruments mein eigen nennen darf, macht mich wahnsinnig glücklich. Und dass ich es überall hin mitnehmen kann...die Musik also auch draußen "leben" kann. Was mit dem Klavier ja nicht so wirklich geht :-)

Die Klänge der Leier wirken unvergleichlich entspannend. Auf den Spieler und auch auf den Zuhörer :-) Das bestätigt mein Mann mir. Auch darüber bin ich sehr froh - dass er es gerne hört.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend und einen guten, hoffentlich noch nicht zu heißen Dienstag. Bis morgen!


UPDATE - eine Woche später:

Das Spiel auf der Leier macht mir sehr viel Freude. Noch vor 2 Monaten wußte ich nicht einmal von der Existenz dieses speziellen Instruments, geschweige denn hätte ich mir vorstellen können, es selbst zu spielen!

Durch Zufall entdeckte ich auf dem Gelände des Mittelalterdorfs ADVENTON (ein Mittelalterpark, dort werden mittelalterliche Bauprojekte realisiert, und ein Aufenthalt dort ist wie eine Zeitreise, unglaublich ruhig und entspannend - unbedingt einen Besuch wert) 

- den Hinweis auf die Instrumentenbaukurse - darunter eben auch die Leier .. und gleich, als ich das las und dann im Internet nachrecherchierte, wußte ich - das Instrument möchte ich spielen, das könnte ein  Seelen - Instrument sein ..

Mit dem ersten Notenheft von Herrn Däges, das von ihm selbst komponierte Übungsstücke sowie alte Melodien (häufig aus der Bretagne) enthält, bin ich bereits fast durch.

Das "freie Spiel", bei dem ich einfach nach Gefühl Tonfolgen und Rhythmen spiele, Töne unterschiedlich be-tone, so dass Melodien wie von selbst entstehen ...das ist auch unheimlich entspannend. Die warmen, freundlichen Klänge der Leier haben etwas Ausgleichendes und Beruhigendes an sich.

Es gibt noch zwei weitere Notenhefte für die Leier, auf die ich mich schon sehr freue.

Birgit 22.08.2016, 20.46 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Mein neues Instrument - eine frühmittelalterliche Leier




Unterwegs waren wir gestern - in Ulm und Umgebung ..

- um etwas ganz Wundervolles in Empfang zu nehmen: Eine handgefertigte alamannische Leier nach einem Vorbild aus dem frühen Mittelalter, genauer gesagt: die im Gräberfeld von Oberflacht, Kreis Tuttlingen gefundene Leier.




Gebaut hat sie für mich Herr Georg Däges aus Ulm, welcher auch Bau- und Spielkurse für die Leier gibt.

Sie hat einen wunderschönen Klang..so entspannende sanfte leise Töne - ich bin ganz hin und weg von dem Instrument. Herr Däges zeigte mir auch die ersten Grundlagen des Spielens - die Handhaltung, wie man die Saiten mit den Fingern streicht, wie man das Instrument stimmt ..und ich bekam ein Notenheft, Musik  und einen Stimmschlüssel dazu - die Aufgabe des Stimmens ist mir allerdings noch ein wenig unheimlich ;-) aber das werde ich sicher auch hinbekommen. Man muß da ganz behutsam vorgehen. Klar, dass ich sofort mit Üben begonnen habe.

Das handgewebte Band und die ebenfalls handgefertigte Tragetasche habe ich im Alamannenmuseum Ellwangen gekauft. Im Alamannenmuseum findet auch vom 21. bis 23. Oktober der nächste Leier-Baukurs mit darauffolgendem Spielkurs statt.

Ich freue mich total, dieses Instrument nun lernen zu dürfen. Und ein Instrument zu haben, das ich auch mit nach draußen nehmen kann zum Spielen, und unterwegs, in der Natur ... Es ist mein erstes Saiten-Instrument.

Morgen mehr .. Ich wünsche Euch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche :-)

Birgit 21.08.2016, 20.38 | (8/1) Kommentare (RSS) | PL

Prokrastinieren und The Night Owl

Prokrastinieren - oder auch die "Aufschieberitis" - ist leider etwas, das mich desöfteren befällt. Ich weiß genau, dies und jenes sollte ich nun unbedingt und endlich mal  erledigen. Aber dann ist da noch so vieles andere ...nun ja, und dann wird eben verschoben.

Seit geraumer Zeit schon ist die Antenne an meinem Auto defekt. Ein örtlicher Sender funktionierte noch, alle anderen - Wellensalat und Rauschen. Jetzt endlich habe ich es auf die Reihe bekommen, eine neue zu bestellen - ruckzuck war sie bei  mir, hab sie gleich eingebaut - und nun habe ich wieder Empfang auf allen Kanälen und freue mich tierisch. Hätte ich auch schon früher haben können *g*

Dadurch kam ich heute früh in den Genuß eines richtig tollen Songs, den ich noch gar nicht kannte:

"The Night Owl" von The Little River Band, aus dem Jahr 1981. So hat der Tag (trotz chronischer Müdigkeit) gleich gut angefangen.

Birgit 17.08.2016, 07.44 | (5/5) Kommentare (RSS) | PL




"Früher haben wir zum Himmel hochgesehen und uns gefragt, wo unser Platz im Universum ist.
Heute blicken wir auf den Boden hinab und zerbrechen uns den Kopf über unseren Platz im Schmutz."


Cooper (Matthew McConaughey)

"Das ist unmöglich!" (TARS)
"Ich weiß. Aber es ist notwendig."
(Cooper)

"Liebe ist das Einzige, was Zeit und Raum überwindet."
Brand (Anne Hathaway)

... in "Interstellar"




Eine Sternschnuppe ..




"Früher gab es nur Dunkelheit. Wenn du mich fragst, gewinnt das Licht."


Rust Cohle (Matthew McConaughey) - in "True Detective"





"Gib dem Menschen einen Hund
und seine Seele wird gesund."


Hildegard von Bingen
(1098 - 1179), deutsche Mystikerin,
Äbtissin und Naturwissenschaftlerin,
katholische Heilige







"... For you I will return
If I don't return
I will leave a message for you
carved in stone ..."

(Leaves Eyes - "Twilight Sun")





Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann,
und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.

(Victor Hugo)





6saitige frühmittelalterliche Leier basierend auf dem Oberflacht-Fund, Stahlsaiten, C-Dur/d-Moll
Meine erste Leier, mit der ich das Spielen begonnen habe.




8saitige frühmittelalterliche Leier, d-Moll.




8saitige germanische Leier, Nylonsaiten, F-Dur




Kleine 9saitige Leier c' - d'' (d-Moll), 39 cm hoch





27saitige chromatisch gestimmte Kleine Choroi-Sopranleier
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