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Lebenszeichen ;-) Lärm vs. Stille


... bin noch da, aber ich stecke momentan in der üblichen Sommerferien-Vertretung und komme daher nicht so viel ins Netz.




Ganz entspannt mit dem "Mini-Rudel" irgendwo in einsamer Natur ..das sind Glücksmomente.

Neulich habe ich irgendwo diesen Spruch gelesen:


                                       Stille ist heute als Loch im Lärmteppich definierbar.
                                      © Peter Cerwenka


Das empfinde ich - leider - als sehr wahr ..und ich stelle fest, dass Lärmbelastung jeglicher Art mich zunehmend streßt, je älter ich werde. Ich kann mich da einfach nicht richtig gegen abschotten.

Sei es - vor allem - das "haltlose Gequassel" mancher Menschen, die meinen, ihr ganzes Privatleben vor anderen ausbreiten zu müssen, die alles bis ins Äußerste ausdiskutieren müssen, und die nicht existieren können, ohne ständig zu labern  -

oder die Endlos-Baustelle in der Nachbarschaft (die im kommenden Jahr noch umfassend erweitert wird zu einer Umbau-Baustelle im Haupthaus ..das wird sehr stressig nächstes Jahr) -

oder der Verkehrslärm in der Stadt, die brummenden Motoren von was auch immer für einer Landmaschine ..


Meine Sehnsucht nach kompletter Ruhe und Einsamkeit wird immer größer, und irgendwie nervt mich das auch wieder. Warum kann ich nicht ein dickeres Fell haben, so wie die meisten anderen? Denen das ganz einfach wurscht ist, die es abblocken können, die einfach mitlabern, die sich im Trubel erst richtig wohlfühlen -

während ich mich vor Menschen eher zurückziehe und gefühlt viel zu wenig Raum für mich alleine habe (und das wird sich z. B. im beruflichen Rahmen auch nicht verbessern, im Gegenteil.. ob das nun gut für die Konzentration ist, oder nicht ..interessiert keinen, man muß sich eben dran gewöhnen - wer das nicht schafft, hat Pech gehabt ...der paßt halt nicht in diese Welt)





Schiefer Turm ;-)



Und noch ein bisschen Meer zur Abkühlung. Heute sind hier nochmal 32 Grad angekündigt, im Kontrast dazu sollen es dann am Freitag nur noch halb so viel Grad und Regen geben. Brrr. So ein Mittelweg wäre ja nicht schlecht ..naja ;-)

Ich wünsche Euch ein schönes Bergfest ..bis bald!

Birgit 30.08.2017, 08.30

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Kommentare zu diesem Beitrag

8. von Smayate

Liebe Birgit

Das geht mir ebenso mit dem Lärm. Manchmal im Haus und ausser Haus sowieso. Die Baustelle ganz in der Nähe ist nicht mehr, das alte Haus abgebrochen und da neue steht. Die neuen Bewohner freuen sich und die strapazierten Nerven der in der Umgebung Wohnenden sind nicht der Rede wert. Dann wird hier in der Nähe eine grosse Verkehrsstrasse saniert, das geht dann schon morgens in der Frühe los mit all diesen Geräuschen. Dann all die Geräusche und Gerüche der Grillfreudigen in den Innenhöfen gehörten auch dazu. Einzig am Sonntagmorgen in der Frühe ist etwas Stille.

Das Highlight war, Mieter haben ihre Wohnung während ihrer Abwesenheit in den Sommerferien an wildfremde Menschen vermietet. Das brachte tägliches Mithören von STUNDENLANGEN Telefongesprächen in einer fremden Sprache ohne Unterbruch, so extrem laut, dass ich vermutlich alles verstanden hätte, wäre mir die Sprache vertraut. Und nicht nur laut, auch voll Zorn und Wut in der Stimme. Das war beinahe unerträglich.. Eine Nachbarin hat reklamiert, aber es brachte wenig, andere Kultur, andere Sitten auch was den Lärm anbelangt.

Ein wenig hilft es mir, wenn ich es nicht ändern kann, wenn ich mir sage, ich muss das jetzt ertragen, irgendwann hat das eine Ende, so wie es angefangen hat. Ich helfe mir manchmal mit ganz beruhigender Musik oder auch mal mit einer Räucherung.

Entschuldigung liebe Birgit, jetzt habe ich dich auch vollgequatscht, lass' es einfach vorbeirauschen (lächel).

Liebe Grüsse zu dir und alles Gute bei deiner anspruchsvollen Arbeit.
Smayate
P.S. Die Bilder sind ein Augen- und Seelenschmaus!

vom 31.08.2017, 08.15
7. von Träumerle Kerstin

Obwohl ich auch gern unter Menschen bin, so liebe ich vor allem am Abend die Stille. Seit dem Sturm vor über zwei Monaten gibt es noch immer fast täglich die Geräusche von Motorsägen und Häckslern. Kehrt dann Ruhe ein, wird irgendwo Rasen gemäht. Gestern haben die Bauern noch bis spät Gras gemäht auf den Wiesen. Aber das muss sein.
Auch wir erwarten heut noch mal 28 Grad, letzte Nacht hat es schon geregnet und die nächsten Tage sollen weiter Regen und Kälte bringen. Pünktlich zum 1. September wird sich der Sommer also verabschieden.
Liebe Grüße von Kerstin.

vom 31.08.2017, 07.50
6. von Josi

Moin. Siehst Du und eben aus dem Grund, dass doch viele Ruhe haben wollen, wundert es mich, dass sie sich dann zu tausenden irgendwo in die Masse werfen. Erlebt man hier an der See ja sehr gut. Entschleunigt wird da nichts. Stress pur und dann muss man sich nicht mehr wundern, wenn die irgendwann komplett ausflippen. Aufgrund meiner Gesundheit, kann ich Lärm, Lautstärke nicht vertragen und würde den Teufe tun.

Knuddler an die Nichtschwimmerin. Finde es zum Piepen, dass auch Greta nicht schwimmt. Denzel wollte auch nicht.

GLG Josi

vom 30.08.2017, 18.50
5. von Linda

Das mit dem Lärm und den Baustellen wird wirklich immer mehr. Gerade hier bei uns die neue Bahnverbindung, direkt am Ort vorbei, das geht 7 Tage die Woche, rund um die Uhr, nicht mal nachts oder sonntags hat man Ruhe. Dazu die Autobahn, ansonsten die täglichen Geräusche, also Ruhe gibt es hier absolut keine.
Ich habe keine Ahnung, wie das früher war, aber ich bilde mir ein, das war nicht so schlimm.
Liebe Grüße Linda

vom 30.08.2017, 16.11
4. von Liz

Du sprichst mir aus der Seele liebe Birgit! Mein Ruhebedürfnis ist momentan auch recht groß .... aber es ist objektiv auch schlimmer geworden mit Lärm, Geschwindigkeit, Baustellen etc. Wegen der Ferien haben wir momentan extrem viel Baustellen und das nervt unendlich! Da tun Deine schönen Fotos richtig gut. Ich versuche zumindest in unseren Gärten in der Stadt so kleine Pausen einzulegen im Arbeitsalltag!
Sei von Herzen gegrüßt, Liz :-)

vom 30.08.2017, 15.11
3. von Ingrid

Liebe Birgit,

der jährliche Wahnsinn hat wieder enorm viel Arbeit für dich in petto. Wie lange wird die Urlaubsvertretung noch dauern? Hoffentlich nicht mehr allzu solange...

Die Lärmberieselung ist enorm, überall Lärm jedweder Art und die Menschen in deinem beruflichen Umfeld tragen auch viel dazu bei.
Ich finde auch, je älter man wird, desto ruhebedürftiger wird man. Aber in der heutigen Zeit nimmt der Lärm immer mehr zu.
Baustellenlärm finde ich auch ganz schlimm. Früher war es bei uns hier so angenehm ruhig wohnen, aber unsere Straße ist eine Durchzugsstraße geworden, immer mehr Autos gibt es und fast dauernd parkt hier jemand ein oder fährt weg und dabei werden alle 4 Türen oft zugeschnalzt, auch wenn nur eine Person kommt oder wegfährt, wie ich manchmal schon gesehen habe. Auch nachts wird keine Rücksicht genommen.

Und Baustellen gibt es hier in den letzten Jahren pausenlos, einfach grauenvoll. Ich glaube, das ist überall so.
Und wo früher ein kleines Häuschen in einem schönen Garten stand, wird ein Neubau aufgezogen mit unzähligen Wohnungen. Oder die Jungen erben ein Haus, bauen großzügig aus und um und die Eltern bringen ihrem Nachwuchs kein Benehmen mehr bei, weil es ihnen egal ist und es gibt Lärm ohne Ende aus den Gärten ringsum.
Ich könnte auch noch lange aufzählen, was mich nervt, Baulärm, Rasenmäher oder Häcksler, einfach nur nervig.

Da tun deine Bilder hier gut, die Ruhe in der Natur, am Meer, nur mit deinem Minirudel. Bewahre dir diese schönen Momente und suche sie so oft wie möglich zum Auftanken.

Gut, dass heute Bergfest ist, bald kommt auch das Wochenende und damit etwas Ruhe vom Alltag.

Noch einen schönen Nachmittag für dich und liebe Grüße,
Ingrid

vom 30.08.2017, 14.32
2. von kelly

Tja - ein Mittelweg...
Moin Birgit,
wäre auf Dauer auch wieder langweilig. Ein kräftiges Gewitter reinigt die Luft ;) und erfrischt. Klimatisch möchte ich mit keiner Gegend tauschen, nur kurz für ein paar Urlaubstage.
Ruhe, Einsamkeit suchend bin ich oft und gerne am Wasser, wie sehr mich die Stadtluft anstrengt mit all den Eindrücken, dem Lärm und der Geschäftigkeit bemerke ich immer am folgenden Tag.
Völlig erschlagen - früher sagte ich dann:
lieber einen ganzen Tag Rüben aufziehen als Stadtpflaster. Also lieber gleichförmige, körperlich schwere Feldarbeit statt der Verlockungen in der Stadt.
Zum Glück kann ich nun als Rentnerin meinen Bedürfnissen nachgeben.
LG Kelly


vom 30.08.2017, 10.14
1. von Morgentau

Liebe Birgit,

dieser Eintrag könnte von mir sein. Haargenau so empfinde ich auch und mir wird richtig bange, wie ich die Zukunft überstehen soll. Ich werde von Baustellen erschlagen. Hier bei uns - einst ein stiller, beschaulicher Ort - wird jede Lücke zum Bauen genutzt, in anderen Orteschaften und der großen Stadt nicht minder. Lärm allerorten. Dabei ist Dauerlärm Körperverletzung. Aber was will man machen?
Dazu die lauten Menschen ...
Ach, du hast mit deinen Gedanken gerade in ein Wespennest gestochen, könnte ich endlos über das Thema auslassen. Und doch bin ich an den Ort gebunden, muss damit klarkommen ... und so oft es möglich ist flüchten.

Flucht in den Wald oder in die Musik. Letzteres spricht mich gerade besonders an. Ja, Hans Zimmer ... oh, wie der mich berührt mit seinem Sound, das geht tief unter die Haut.
Schau mal, was ich gestern u.a. über ihn gelesen habe:

... wobei er nur kurze Zeit einen Klavierlehrer hatte, da er sich dessen Disziplin hinsichtlich der Grundregeln für einen Pianisten nicht unterwerfen wollte ...

Witzig, gell?

Light musst du unbedingt anhören. Es stammt aus dem Film "The thin red line" (Der schmale Grat).

Danke für die traumhaften Fotos. Ja, das sind so die Momente, für die wir all das auf uns nehmen, gell?

Dir auch ein schönes Bergfest und einen ganz lieben
Morgengruß,
Morgentau

vom 30.08.2017, 08.43



"Früher haben wir zum Himmel hochgesehen und uns gefragt, wo unser Platz im Universum ist.
Heute blicken wir auf den Boden hinab und zerbrechen uns den Kopf über unseren Platz im Schmutz."


Cooper (Matthew McConaughey)

"Das ist unmöglich!" (TARS)
"Ich weiß. Aber es ist notwendig."
(Cooper)

"Liebe ist das Einzige, was Zeit und Raum überwindet."
Brand (Anne Hathaway)

... in "Interstellar"




Eine Sternschnuppe ..




"Früher gab es nur Dunkelheit. Wenn du mich fragst, gewinnt das Licht."


Rust Cohle (Matthew McConaughey) - in "True Detective"





"Gib dem Menschen einen Hund
und seine Seele wird gesund."


Hildegard von Bingen
(1098 - 1179), deutsche Mystikerin,
Äbtissin und Naturwissenschaftlerin,
katholische Heilige







"... For you I will return
If I don't return
I will leave a message for you
carved in stone ..."

(Leaves Eyes - "Twilight Sun")





Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann,
und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.

(Victor Hugo)





6saitige frühmittelalterliche Leier basierend auf dem Oberflacht-Fund, Stahlsaiten, C-Dur/d-Moll
Meine erste Leier, mit der ich das Spielen begonnen habe.




8saitige frühmittelalterliche Leier, d-Moll.




8saitige germanische Leier, Nylonsaiten, F-Dur




Kleine 9saitige Leier c' - d'' (d-Moll), 39 cm hoch





27saitige chromatisch gestimmte Kleine Choroi-Sopranleier
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