Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Musik

Langer Freitag, Neue Kleine Choroi-Sopranleier, Bettel-Hundi


Die nächste tropische Nacht halb schlaflos überstanden, trotzdem mag ich den Sommer ... und nun wartet der übliche "lange Freitag" auf mich - aber den kriege ich auch noch rum :-)

Dafür treffe ich mich in der Mittagspause mit einer lieben Kollegin aus dem anderen Gebäude, die ich viel zu selten sehe.

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Ach ja. Ich und mein Musik- bzw. Instrumenten-Tick *gg*

Jedes einzelne Instrument, das ich habe, ist mir total viel wert - und jedes einzelne ist anders, eigen. Keines "ersetzbar"  - jedes mit eigenem Charakter, in einer anderen Tonart, und auf andere Art und Weise zu spielen. Und nun habe ich eine weitere Herausforderung angenommen, die allerdings eine etwas andere Dimension ist, mit ihren 27 chromatisch gestimmten Saiten (g - a'') ...





Ich hatte schon eine Weile im Netz recherchiert und war so auf die "Neue Leier"gekommen (im Gegensatz zu den Instrumenten historischen Ursprungs) die Ende der 1920er Jahre entworfen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt worden ist, im Geiste der Anthroposophie, des Waldorf-Prinzips und auch der Heilpädagogik und Musiktherapie. Die wichtigsten Namen hier sind Edmund Pracht, Lothar Gärtner und Julius Knierim.

Mit dem Prinzip der Choroi-Werkstätten hatte ich mich schon ausgiebig beschäftigt, und die Instrumente gefielen mir.

Auf e*bay entdeckte ich dann dieses Instrument, gebraucht von privat, 20 Jahre alt, super erhalten...wieder ein Instrument mit Geschichte. Wir wurden uns schnell einig, der Versand klappte auch problemlos, und nun ..bin ich dabei, mir die Spieltechnik auf Basis des von Knierim entwickelten Fingersatzes selber beizubringen. Was wirklich nicht einfach ist, aber es macht unheimlich viel Spaß, ein Instrument mit so vielen Saiten zu erkunden.

(Ach ja, ich hätte noch einen großen Packen Zeit mitbestellen sollen, aber leider gibt es die nicht einfach so ;-)  )






Auf dem Klavier hat sie in ihrem Holzkoffer einen schönen Platz gefunden.





Ach ja, das Kissen bzw. den Bezug habe ich mir auch gegönnt :-) Ich mag das ..roter Samt, Brokatverzierung ..

Also - langweilig wird's mir nie ;-) Und selbst an Tagen, wo nur wenig freie Zeit übrig ist, finde ich doch immer ein paar Minuten für meine Instrumente .. einfach zum Entspannen, Runterkommen, meine Mitte finden ..die Klänge genießen, die die Saiten hervorbringen, dieses schöne Gefühl, sie direkt unter meinen Fingern zu spüren.



Greta findet das übrigens auch entspannend ;-) Hier allerdings ist sie mal wieder voll im Bettel-Modus.

Ich wünsche Euch ein schönes, erfülltes und abkühlungsreiches Wochenende.

Birgit 23.06.2017, 09.51 | (13/0) Kommentare (RSS) | PL

Was bedeutet Heimat ...



Zuerst einmal DANKE für Eure lieben Kommentare zu meinem vorigen Eintrag, ich freue mich sehr :-)





Diese Momentaufnahme entstand vor ein paar Tagen auf der Hunderunde ..

Ich mußte den Augenblick einfach festhalten - er war so unglaublich schön!

Mildes, nicht zu warmes Frühlingswetter, der Duft der Natur überwältigend, und der Ausblick übers Land ..die Schönheit unserer Landschaft hier ..

Ja - das war ein Heimat-Gefühl. Ein schönes Gefühl, eins sein mit der Gegenwart, der Natur, der Welt um mich herum.

Ich bin eigentlich nicht so der Heimat-Typ, kann mich auch anderswo schnell wohlfühlen - aber z. B. dort, wo ich ursprünglich herkomme, also die ersten 18 Jahre meines Lebens verbracht habe (manche würden das Heimat nennen), würde ich nie, niemals wieder leben wollen.

Heimat war für mich viele Jahre eine andere Kleinstadt ...

Inzwischen liebe ich das Leben hier auf dem Land so sehr ...kann mir aber dennoch nach wie vor einen kompletten Wegzug von hier ganz woanders hin vorstellen, sogar auf einen anderen Kontinent.

Wir leben vielleicht nur einmal, und es gibt so viele Möglichkeiten ...





Home is where my heart is ..


wo viel Natur ist, und wo die Wesen und Dinge sind, die ich liebe ... wo ich mich entfalten kann, Freiraum habe und Ruhe, Platz um mich herum und Musik - und auch die Möglichkeit, über Land fortzufahren - und zurückzukehren.





Ich wünsche Euch ein schönes, erfülltes Wochenende :-)

Birgit 19.05.2017, 09.42 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Der Prinzenstein, Kantele spielen im Wald und improvisiertes Häkeln :-)

Hoffentlich hattet Ihr ein schönes Wochenende?

Unseres war toll .. Alles dabei - das übliche wochenendliche Arbeiten im Haus/Baustelle, Garten - ein kleiner Familienbesuch, aber auch schöne Touren durch die frühlingshafte Natur, Essen gehen, Musik, auf der Terrasse sitzen .. und .. mal wieder ein bißchen Handarbeiten.





Blick Richtung Aspach / Backnang ... Dort oben im Wald hat es wundervolle Wege und spezielle Orte.

Zum Beispiel der Prinzenstein:




Die Inschrift lautet: „Zum Andenken an Seine Königliche Hoheit den Prinzen von Württemberg von seinen treuen Jägern“.

Das Denkmal wurde 1870 errichtet. Faszinierend sind auch weitere Einritzungen von Privatleuten in den Stein, die offenbar auch schon viele Jahrzehnte alt sind.







Ja - meine kleine Soprankantele war mit von der Partie :-)


Es ist einfach wundervoll, im Wald auf einem Baumstumpf zu sitzen und zu spielen ..oder einfach beim Gehen ein paar Saiten zu zupfen. Die Klänge passen so gut in die Natur. Und es ist meditativ ..ganz intensives Er-Leben des Gegenwartsmoments ..durch die Klänge mit der Natur, mit dem Universum verbunden sein ..

Da ich keine spezielle Transporttasche für die Kantele habe, hieß es improvisieren. Eine Hirtentasche von meinem Schatz, die noch aus den Achtzigern stammt, schien geeignet, nur etwas zu klein/niedrig und etwas zu weich. Wobei es okay ist, wenn die Stimmnägel "frei" sind, nirgendwo anliegen, also oben raus schauen. Ich bin ja sowieso vorsichtig beim Transportieren.

Also grub ich meine verschütteten minimalen (!) Häkel-Kenntnisse aus den Tiefen meiner Erinnerung wieder aus ...samt 3 kleine Knäuel (150 g) "Wolle", die eigentlich eher einem zweiteiligen dicken Stoff-Faden gleicht, und die ursprünglich zum Stricken eines flusigen Schals vorgesehen war.

Eine Reihe gehäkelte Kettmaschen, auf dem oberen Rand der Tasche festgenäht, bildeten die Basis für einige Rundum-Reihen feste Maschen, soweit die Wolle eben reichte, und das war nicht sehr weit, weil sie so dick ist - 

außerdem habe ich die Tasche insgesamt durch Nachnähen gefestigt, und um den Tragegurt herumgehäkelt. Fertig war eine stabile "Erhöhung" bzw. Verstärkung des oberen Randes, farblich paßt es auch zusammen - und wenn es auch nur improvisiert ist - es erfüllt seinen Zweck für den Transport im Auto bzw. kleinere Strecken draußen (sowieso nur bei trockenem Wetter) und ist etwas sehr hippie-mäßig zumindest sehr individuell







Und vor allen Dingen - hat es mir richtig Spaß gemacht, mal wieder etwas Handarbeitliches zu machen :-) Früher habe ich gerne Decken gehäkelt - so patchwork-mäßig mit Mustern und ganz knallbunt. Und ab und zu auch einfache Stricksachen, einmal sogar eine Strickjacke, die mir letztlich allerdings etwas zu groß war  - meine Mom hat sie dann gerne übernommen :-) Das war bevor ich mich so viel mit Musikinstrumenten beschäftigt habe.

Die freie Zeit reicht nie für alles, was ich gern täte - muss mich halt entscheiden :-)

Jedenfalls war's richtig schön, auch vom Wetter her, trotz gelegentlichem Gewitter und Platzregen ..mild und Frühling pur.

Ich wünsche Euch einen schönen Wochenbeginn.

Birgit 15.05.2017, 10.16 | (9/1) Kommentare (RSS) | PL

Leier spielen, Briefschreiben, Meer, Frostflieger ...

Und wieder ist eine Woche fast vorbei ...arbeitstechnisch eine "kurze". Einige wichtige Arbeiten sind erledigt, und ich habe einen schon länger anstehenden Brief geschrieben. Dafür brauchte ich den Kopf frei - und das war in den Wochen zuvor nicht der Fall gewesen.

Ich habe früher, also vor Jahrzehnten, öfters Briefe mit der Hand geschrieben - und habe es mittlerweile etwas verlernt, glaube ich. Auch das Schreiben von Hand ;) Zumal ich mich um eine leserliche Schrift immer bemühen muß.

Insgesamt haben sich bei mir ja die Prioritäten schon seit langem weg vom Schreiben "verlagert" - was auch zeit- und arbeitsbedingt ist. Durch das viele Tippen am Bildschirm habe ich für schriftliche Kommunikation meist leider einfach nicht mehr den Kopf frei. Dass ich die Musik für mich zum Ausgleich und zur Entspannung entdeckt habe, darüber bin ich nach wie vor soooo froh - auch wenn ich mich immer wiederhole ;-) es macht mir halt einfach total  viel Spaß.

Die drei Notenhefte für die 6saitige mittelalterliche Leier von Georg Däges habe ich  nun fast durch - aber natürlich möchte ich beim Spielen noch vieles "verfeinern", mehr auswendig lernen ..

Im Urlaub an der Ostsee hatte ich die Leier auch wieder mit dabei :-) Ein so schönes, heimeliges Gefühl, sie auch "in der Ferne" zu spielen.




Das Bild ist allerdings von letztem Jahr. Aufgenommen an der Turmhügelburg Lütjenburg.




So blau, wie Anfang April auf Fehmarn, ist der Himmel heute auch wieder. Allerdings hat der Frost bei uns sehr zugeschlagen. Mit "Frostfliegern" (Hubschraubern) wurde versucht, die eisige Kälte aus den Weinbergen zu verwirbeln und den Reben etwas wärmere Luft "zuzufächeln" - außerdem setzten die Wengerter und Obstbauern gezielte Beregnung, kleine Feuer und Frostkerzen ein, um das Schlimmste von den jungen Trieben und Blüten abzuwenden - offenbar aber teilweise leider ohne Erfolg ..es muß mit beträchtlichen Frostschäden gerechnet werden. 

Hoffentlich haben wir kältemäßig das Schlimmste nun überstanden.

Ich wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende :-)

Birgit 21.04.2017, 13.53 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Blüten, Sommerzeit - Zeitumstellung, Viren ...

Nun vielleicht endlich ein paar Zeilen hier tippen, ehe es wieder "losgeht" für heute ..gerade steht mal wieder so viel an, einige richtig heftige Nachrichten in meiner direkten Umgebung, lange schwierige Gespräche, die Energie aussaugen ..ich will mich aber hier auf das Positive konzentrieren ..

- und die berüchtigten Erkältungsviren haben inzwischen ihren Weg leider auch zu uns gefunden - ausgerechnet diese Woche, ungünstiger könnte es kaum kommen (wobei - wann kommt ein Virus schonmal günstig ;-) )

- hoffentlich gelingt es, schnell gegen sie anzugehen.





Wie kommt Ihr denn mit der Zeitumstellung zurecht?

Ich bin - erwartungsgemäß - noch müder als ohnehin schon ..lach. Habe ja sowieso Schlafprobleme und kriege zu wenig Schlaf zum Ausgleich - und beim Aufstehen fühlt es sich für mich immer noch so an, wie viertel vor 5, statt viertel vor 6. Die Umstellung dauert bei mir immer eine Weile.

Aber ich finde es klasse, dass es abends länger hell ist.  So gesehen mag ich die Sommerzeit.



Wilde Primeln ..wunderschön :-) Bei uns sind die Wiesen voll davon, das sieht so toll aus ..





Nachmittags ist es so warm, dass man nach der Arbeit auf der Terrasse sitzen kann. Wundervoll. Ich liebe es, draußen auf der Leier und Kantele zu spielen ..diese Instrumente passen so gut in die Natur.



Können wir jetzt endlich weitergehen? ;-)

Ich wünsche Euch eine schöne Woche .. und bleibt oder werdet gesund.

Birgit 28.03.2017, 07.29 | (8/1) Kommentare (RSS) | PL

Gemischte Glücksmomente - Resumé: Leier, Kantele, Fellnase ...

Der letzte Tag einer mal wieder aufregenden und ziemlich vollgepackten Woche .. schon länger wollte ich mich hier wieder blicken lassen, aber dann hatte ich doch nie den Kopf frei dafür - und habe mich nach 8-9 Stunden Bildschirm-Arbeit nicht nochmal vor den Kasten setzen wollen, sondern mich lieber meiner Musik gewidmet ..und natürlich unserer Fellnase ..





Das ist Glück pur :-) Und die Musik der Saiteninstrumente wirkt ziemlich einschläfernd auf unseren Hund.





Auf der kleinen finnischen Soprankantele bringe ich mir momentan das Main Theme des Films "Interstellar" bei :-)


Und die "Große" - die ist einfach nur Entspannung pur. Die pentatonische Stimmung lädt zum absolut freien Spiel ein, es gibt keine "Mißtöne", weil die Tonfolgen immer irgendwie zusammen passen.

Angefangen hat ja alles mit ihr:





die mittelalterliche Leier auf Basis des Instrumentenfundes in dem Gräberfeld in Oberflacht, gebaut von Georg Däges in Ulm, welcher auch dieses Jahr wieder Baukurse für die 6- und 8-saitige Leier anbietet (siehe Link) und auch wunderschöne Stücke für die Leier verfaßt und in Notenbüchern zusammengestellt hat.

Mit dieser Leier hat meine Begeisterung für die alte Musik und die historischen Saiteninstrumente begonnen - und ich vermute, dass sich daraus so etwas wie eine "Sammelleidenschaft" entwickeln könnte :-) Denn es gibt so viele verschiedene Typen von Leiern, Kantelen ....die mich unheimlich reizen würden.. da wäre noch die sehr ähnliche Trossinger Leier, die Kravik-Leier, die Sutton Hoo-Leier ..und viele mehr. Außerdem wage ich mich so nach und nach an eine größere Saiten-Anzahl heran.

Da ich alles autodidaktisch mache (auch das Klavierspielen, da hatte ich aber als Kind schon Unterricht gehabt - und natürlich ist mir das Klavier nach wie vor sehr wichtig und ich spiele und übe so oft wie möglich) gehe ich langsam vor ..große chromatische Leiern mit 25 oder mehr Saiten sind zwar mein Ziel für später - aber das ist mir momentan noch zu schwer.

Zumal mich halt auch der historische Aspekt bei diesen Instrumenten fasziniert ..sie sind die Grundlage unserer späteren Instrumente. Die Kantele war ursprünglich ein fünfsaitiges Instrument ..daher möchte ich auch einmal ein solches spielen. Vielleicht schaffe ich ja mal eine Reise nach Finnland :-)

Ihr seht - ich gehe total in der Begeisterung für die Musik auf (und das, obwohl ich in der Schule richtig mies in dem Fach Musik war, und alles ganz schnell aufgegeben habe zugunsten von Zeichnen) - und die Entspannung und Ruhe, die mir das Spiel speziell auf Leier und Kantele gerade nach vollgepackten Tagen mit viel zu vielen Gesprächen bringt, ist unvergleichlich.

Ich bin sehr dankbar, dass ich das - eigentlich durch Zufall, es war ein Impuls auf dem Adventon - entdeckt habe ..es gleicht so vieles aus, was mich doch immer wieder streßt und beschäftigt, sowohl privat als auch beruflich.




Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für Euch :-)

Birgit 10.03.2017, 09.33 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

Pentatonische Kantele / Interstellar / Frühlingsbilder :-)



Wenn das nicht nach Frühling aussieht :-) Vorhin unterwegs entdeckt. Winterlinge, Schneeglöckchen ..



.. ein schöner Rücken kann auch entzücken ;)




Ich würde sagen, damit haben wir das Kapitel Winter abgeschlossen ;-) Klar kann es nochmal ein bisschen ungemütlich werden. Und nächste Woche soll es wieder stürmisch werden, das mag ich gar nicht - Sturm ist laut, und ich habe sowieso Schlafschwierigkeiten. Aber nun geht es mit großen Schritten auf die helle, blühende, lebendige Jahreszeit zu. Darüber bin ich total glücklich .... Glücksmomente :-) "Am Ende gewinnt das Licht" ....

Gemeinsame Zeit mit dem Rudel, viel Musik, viel Natur, Essen gehen, lange schlafen - genau so liebe ich die Wochenenden.Unser Lieblingsfilm auf DVD: "Interstellar". Ich habe schon seit langem das Gefühl, dass mich die neueren Kino-Events nicht mehr so ansprechen. Selten, dass mich ein Film wirklich total begeistert .. Interstellar bildet da eine ganz klare Ausnahme - dieser hochkomplexe Film geht ganz tief rein, ich kann ihn wirklich nur jedem empfehlen, selbst denen, die gegenüber Science-Fiction eher skeptisch sind - er ist bei aller zeitlich-physikalischen Komplexität wirklich komplett schlüssig und führt den Zuschauer auf ganz neue Ebenen des Denkens. Dazu eine wunderbare Filmmusik von Hans Zimmer ..ich habe schon versucht, sie nach Noten aus dem Netz auf dem Klavier zu spielen, aber diese Noten sind ziemlich schwierig, und ich übe eh schon viel zu viele Stücke parallel. Nun habe ich festgestellt, dass sich die zentrale Melodie wunderbar auf meiner Soprankantele spielen läßt :-)

Womit ich auch schon wieder bei der Musik und meinem "Mega-Musikpark" bin, wie eine liebe Blogfreundin das mal so treffend nannte ..lach. Ich habe wirklich eine Meise, was das angeht - seit ich Ende 2013 das Musikmachen für mich entdeckt habe, finde ich immer neue Leidenschaften (aber nicht dass meine Zeit irgendwie mehr werden würde, oder so ;-) ...)

Meine Soprankantele war ja ursprünglich pentatonisch gestimmt - ich wollte sie aber diatonisch haben - so bin ich bei der e-Moll - Stimmung gelandet, in der es sich wunderbar auch improvisieren läßt, aber auch Lieder sind gut spielbar ..und ich liebe Moll. Dur ist nicht so meins.

Dennoch war da immer der Gedanke im Hinterkopf, mich mit der pentatonischen (Fünfton-) Stimmung mal genauer beschäftigen zu wollen. Und nun habe ich es getan. Habe mir eine 12saitige große Kantele bauen lassen, die pentatonisch gestimmt ist, ausgehend von einem tiefen A, bis hoch zum C". Weggelassen werden F und H.

Das ist sie :-) Gebaut aus heimischen Hölzern - Ahorn und Eiche ...





Mit ihr konnte ich mich jetzt ausgiebiger beschäftigen, und meine frühere Skepsis gegen die pentatonische Stimmung ist verflogen.

Es ist ganz anders ..man muss sich drauf einlassen können und sollte vorher auch das bekannte Klangmuster loslassen, nicht mehr in Moll oder Dur denken, hören und fühlen. Und das Schöne bei der pentatonischen Stimmung ist, dass es sich nicht "falsch" anhören kann, egal was man macht. Das ermöglicht ein ganz entspanntes freies Spielen ...zum Meditieren, Visualisieren z. B. von einem Wasserfall, einem über Steine plätschernden Waldbach, dunkle Wälder ....was immer man an inneren Bildern entspannend findet.

Darauf Einlassen. Loslassen. Das ist es glaube ich auch beim Improvisieren. Wenn man Musik gelernt hat, dann hängt man sehr an den Strukturen - Notenfolgen, Takte, vorgegebene Systeme. Die Kantele z.B. lädt dazu ein, freier zu werden, einfach nur den Tönen nachzuhorchen, zu entspannen. Strukturen sowohl musikalisch als auch im symbolischen Sinne loszulassen, zu vergessen. Neue Welten zu entdecken - klanglich, und somit auch in sich selbst, weil die intuitiv gespielten Töne ja aus der Seele kommen.

Diese ganz unmittelbare Erfahrung ..das Streichen mit dem Finger über die Saite, und es erklingt ein reiner Ton, den ich nicht nur hören, sondern auch über die Schwingung des Klangkörpers direkt fühlen kann ..das ist ein wunderbares Gefühl! Dabei ganz entspannt da sitzen, kein Lern-Anspruch, kein Üben ..einfach nur spielen und "sein" ..das ist es, was regelrecht süchtig macht und ein unglaublich toller Ausgleich zum durchstrukturierten Alltag mit seinen Anforderungen ist. Dabei ist der Ton nicht zu laut, nicht zu fordernd ..er paßt sich der Seele an.




Der große Vorteil der Großen ist, dass die Saiten weiter auseinander stehen - also läßt sie sich leichter spielen. Bei der Kleinen mit ihrem deutlich engeren Saitenabstand ist doch ein bisschen "Aufpassen" angesagt, weil ich immer mal die Saite daneben versehentlich mit anschlage  - aber das ist auch nur Übungssache.


Ich hatte mir doch einmal eine kleine keltische Baby-Harfe gekauft, die ich auch im Blog vorgestellt hatte. Mit ihr bin ich nicht so zurecht gekommen - Harfe spielen ist doch ganz anders, als Leier und Kantele, und das nun noch zu lernen, neben der großen Klavier - Aufgabe, wäre mir zu viel geworden. Ich hatte sie fast nie gespielt, das ist doch schade ..Instrumente sollen klingen. Nun aber hat die Harfe bei meinem Klavierstimmer ein neues Zuhause gefunden :-) Und es ist Platz für die große Kantele.

Musik ... was wäre ich ohne :-) Hätte ich mir aber vor Ende 2013 auch nicht träumen lassen, weil ich früher nie Musik gemacht habe - nur gehört. Und in der Schule war ich richtig mies im Musikunterricht - meine erste schlechte Note, eine 5+ oder so, war in der 3. Klasse im Notendiktat, und da hat sich nicht viel geändert - Klavierunterricht hatte ich als Jugendliche, kurze Zeit, ca 2 Jahre oder weniger ..dann aufgegeben - aber genug als Grundlage fürs autodidaktische Klavierlernen als Erwachsene. Wie sich alles ändern kann ..




Ich wünsche Euch eine schöne neue Woche :-)

Birgit 26.02.2017, 19.07 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Jetzt könnte das Wochenende ..


... von mir aus beginnen ;-)


Warum gehen Sonntage eigentlich immer noch schneller rum, als andere Tage ..

Nach dieser heftigen Woche mit einigen sehr unangenehmen Impulsen, die mir dann nachts auch den Schlaf geraubt haben, war für mich erst einmal lange ausschlafen angesagt. Mein Schatz (der mit extrem wenig Schlaf auskommt, beneidenswert) meinte, das seien jetzt 20 Stunden gewesen bei mir ..lach. Also nicht am Stück, aber immerhin. Habe ich wohl gebraucht.

Und jetzt, wo die Regeneration gerade anfängt, ist das Wochenende schon wieder vorbei. Muss zugeben, dass meine Motivation für morgen besser sein könnte. Naja - auch das kann nur besser werden.



Dieses Schild mußte ich unbedingt mit aufs Bild nehmen ;-) Eigentlich ging es mir um den Limes-Turm im Hintergrund.



So sieht das aus, wenn ich mit dem Handy zu zoomen versuche *g* Aber immerhin. Könnte schlimmer sein. Wenn ich irgendwann mal in ferner Zukunft ein neues Mobiltelefon brauche, schaue ich, dass es mehr Pixel kann.

Glücksmomente der letzten Woche ..

- ruhige Momente alleine mit meiner Leier und meiner Kantele, Musikmachen als Ausgleich
- eine liebe Mitteilung von einer Kollegin
- der Chauffeur aus "Agent Carter" gefällt mir *gg*
- die erste Staffel "Justified" auf DVD ist gekommen (beide Serien sind schön kurz - länger als 40 min "Film" abends wäre mir definitiv zu viel zusätzlicher Input)
- ein netter Mail-Austausch mit einer Instrumentenbauerin ... ich habe beschlossen, mir noch etwas Musikalisches zu gönnen :-) Mehr dazu, wenn es konkret ist ..
- ein erholsamer Spaziergang in der Mittagspause durch ein extrem schönes Wohngebiet, wo ich doch richtig abschalten konnte von dem vielen Input

Was ich mir vorgenommen habe ..

- Gewissen Menschen in meinem Umfeld klarmachen, dass ich mir über den Tag nicht mehr so viele Stories anhören und Diskussionen privater Art führen kann. Manche der Stories sind extrem negativ, und ich kann mich von sowas dann nicht schnell genug distanzieren, auch wenn es mich nicht persönlich betrifft. Meine inneren Filter sind einfach nicht gut genug.

- Mich medial überwiegend ausklinken. Ich kann an den (negativen) Nachrichten ohnehin nichts ändern, ändern kann ich nur etwas in meinem direkten Umfeld. Momentan ist das Zuviel einfach zuviel (banal ausgedrückt)

- Mir in absehbarer Zeit mal einen freien Tag schenken. Oder wenigstens einen freien Nachmittag, ganz ohne irgendwelche Termine oder Verpflichtungen.

- Mich mehr auf das Schöne konzentrieren. Auch wenn das irgendwie nach "Vogel Strauß - Taktik" klingt.

Nächste Woche steht außer der Arbeit auch einiges an. U.a. Physio, Werkstatt, Klavierstimmer (das ist ein schöner Termin) .. mal sehen, ob ich zwischendrin mal fürs Bloggen den Kopf frei habe :-)




Eine schöne neue Woche wünsche ich Euch :-)

Birgit 19.02.2017, 19.04 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Lebenszeichen :-) der "menschliche Faktor" und Einsame Natur



Die vergangene Woche war ziemlich aufreibend, und mal wieder Krankheits- plus Urlaubsvertretungsdienst .. da fehlte dann leider die Energie fürs Bloggen.

Eigentlich wollte ich diesen Blog als Tage-Buch haben - nicht als Wochen-Buch ..lach. Aber so ist es nunmal, und es kommen auch wieder ruhigere Zeiten. Umso mehr genieße ich dann das freie Wochenende, vor allem wenn keinerlei Termine anstehen. Ausschlafen können,  schöne gemeinsame Stunden, und meine Instrumente.




In dieser Gegend haben wir uns am Wochenende "rumgetrieben" ... vielleicht wundert Ihr Euch, dass ich hier so belanglose Bilder einstelle - aber genau diese absolute Einsamkeit ohne jegliche Menschen - einfach nur die Stille der Natur war es, die mir so gut getan hat ...nach dem Hickhack, den ich teilweise unter der Woche mitbekommen habe.

Der menschliche Faktor ...ist manchmal so unberechenbar und "unhändelbar".




Liebe, treue Fellnase ... sie genießt es auch, mit ihrem Rudel über die weiten Felder und durch den Wald zu streifen.

Glücksmomente waren das ...ganz viele.

Außerdem - das gute Gefühl, wenn Extra-Einsatz auch extra honoriert wird. Ich finde das richtig so und freue mich darüber.





Ein besonders schöner Augenblick ..und beim Sichten der Fotos habe ich mich gefreut, dass mein Handy ihn tatsächlich auch entsprechend eingefangen hat.

Arg groß mit Worten bin ich momentan nicht ;-) Auch das wird sich wieder ändern. Jetzt wünsche ich Euch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche.

Birgit 12.02.2017, 20.20 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Das Leben in Schatten und Licht, Tägliche besondere Glücksmomente


Das Leben ..so kostbar, und alles andere als selbstverständlich. Je älter ich werde, umso deutlicher wird mir das bewußt.

Es gab Zeiten, da hätte ich meines liebend gerne weggegeben. In die Hände von jemandem, der mehr daraus machen hätte können, als ich damals.

Wer kennt sie nicht - diese dunkelsten Punkte, an denen es keinen Ausweg, kein Vorwärts und kein Zurück mehr zu geben scheint.

Und doch ..solange wir leben, geht es immer irgendwie weiter. Schwere Entscheidungen müssen getroffen werden, die uns das Herz herauszureißen scheinen und unsere Seele quälen .. und es fühlt sich an, als würden wir endlos fallen, ohne Glaube, ohne Hoffnung, ohne Halt.

Doch wir sind ein Teil des Universums, ein Teil der Unendlichkeit, und wir tragen diese universelle Kraft in uns - und ihre Quelle sprudelt in jedem von uns. Auch wenn wir manchmal keinen bewußten Zugang zu ihr finden, so ist sie dennoch da. Sie kann gar nicht versiegen, denn sie ist pure unzerstörbare Energie, gespeist aus der Unendlichkeit des Universums. Und sie blitzt gewiß immer wieder auf, aus dem Dunkel unserer Seelen .. der Funke, der niemals erlischt.





Emotionale Musik, Vergangenheitsmomente .. "Dancing Shoes" von dem leider schon verstorbenen Dan Fogelberg, "A Past and Future Secret" von Blind Guardian, "Don't Ever Cry, Just Remember" und "Deeper Than Life" von Shadow Gallery, "Vivre"  von Deine Lakaien, und "On the Border" von Al Stewart.

Und dies : "Twilight Sun" von Leaves' Eyes. Dieser Song war unser Wochenend-Lied :-) Ein besonderer Glücksmoment.

Glücksmomente des Tages möchte ich von nun an hier im Blog festhalten.

- Vogelzwitschern im tiefen Wald, fern von jedem Spazierweg, das vom Frühling kündet ..

- Dieser blaugrüne Teich, einfach so - obwohl der Tag grau war - ich weiß nicht, wo er seine Farbe hergenommen hat.. nahe bei der Schozachquelle in der Gemeinde Untergruppenbach





- und besonders schön: Der Anruf meiner Mom abends um kurz vor 22 Uhr: "ich wollte nur noch kurz Deine Stimme hören ..."


Ich wünsche Euch eine tolle neue Woche mit vielen Glücksmomenten.

Birgit 06.02.2017, 20.19 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL




"Früher haben wir zum Himmel hochgesehen und uns gefragt, wo unser Platz im Universum ist.
Heute blicken wir auf den Boden hinab und zerbrechen uns den Kopf über unseren Platz im Schmutz."


Cooper (Matthew McConaughey)

"Das ist unmöglich!" (TARS)
"Ich weiß. Aber es ist notwendig."
(Cooper)

"Liebe ist das Einzige, was Zeit und Raum überwindet."
Brand (Anne Hathaway)

... in "Interstellar"




Eine Sternschnuppe ..




"Früher gab es nur Dunkelheit. Wenn du mich fragst, gewinnt das Licht."


Rust Cohle (Matthew McConaughey) - in "True Detective"





"Gib dem Menschen einen Hund
und seine Seele wird gesund."


Hildegard von Bingen
(1098 - 1179), deutsche Mystikerin,
Äbtissin und Naturwissenschaftlerin,
katholische Heilige







"... For you I will return
If I don't return
I will leave a message for you
carved in stone ..."

(Leaves Eyes - "Twilight Sun")





Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann,
und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.

(Victor Hugo)




Mittelalterliche Leier (basierend auf dem Oberflacht-Fund)





10saitige diatonisch gestimmte Soprankantele (e-Moll) und
12saitige pentatonisch gestimmte Kantele (a-Moll p.)




27saitige chromatisch gestimmte Kleine Sopranleier
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