Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Glück

Museumstag - Ellwangen Alamannenmuseum, Jakobuskirche Hohenberg, Leier, Webbänder

Heute weiß ich gar nicht, wo anfangen ..damit der Eintrag nicht zu voll wird :-)

Verteile ich also auf mehrere Einträge ...

Ein wunderschönes frühlingshaft sonniges Wochenende liegt hinter uns. Freitag Abend und Samstag unterwegs in der Natur und Samstag Nachmittag gemütlich auf dem Gelände des Adventon (Mittelalterpark) verbracht, mit Schokokuchen, Milchkaffee und einem leckeren Emmer-Bier ..




.. krieg ich auch was ab?? :-)

(Jetzt wieder ohne Schuh, die Pfote ist okay *freu*)



und heute waren wir auf der Ostalb unterwegs, haben in Ellwangen im Alamannenmuseum halt gemacht, und haben unter anderem die Jakobuskirche auf dem Hohenberg bei Rosenberg besucht ..

Zahlreiche Fotos sind entstanden ... also viel Blog-Material für die nächsten Tage :-)

Im Alamannenmuseum gab es anläßlich des Internationalen Museumstages heute unter anderem ein Mittelalterlager mit der Merowingergruppe "Hedningar" im Museumshof, Vorführungen mittelalterlicher Handwerkskünste, Speis und Trank, und einiges mehr (klick). Das Museum selbst ist mit seiner Ausstellung u.a. von Ausgrabungsfunden aus der Zeit der alamannischen Besiedelung in Süddeutschland vom 3. bis zum 8. Jahrhundert für geschichtlich Interessierte immer einen Besuch wert.

Ich hatte mir dort ja bereits letztes Jahr für meine von Georg Däges gebaute mittelalterliche Leier nach Vorbild des Oberflachter Grabfundes ein handgewebtes Band gekauft. Nun gab es dort noch weitere Bänder .. und ich konnte nicht widerstehen :-) Da meine Begeisterung für die "alten" Saiteninstrumente ungebrochen ist, und ich davon ausgehe, im Laufe der Zeit meine "Sammlung" noch zu erweitern, werde ich für die Bänder ganz sicher noch Verwendung finden.




... auf dem Baumstamm bei uns im Garten bin ich heute Abend noch gesessen und habe auf der Leier gespielt :-)



Greta ist natürlich mit dabei ;-)



Die handgewebten Bänder von nahem. Das linke, hell-orange gemusterte, ist 6.60 m lang. Daraus werde ich mehrere Bänder machen. Das rot-grün-weiße ist, wenn ich mich richtig erinnere, 2.20 m lang. Das wäre gut für eine große Leier.

Im Alamannenmuseum hatte ich auch Gelegenheit, einen Nachbau der Trossinger Leier von Jürgen Heinritz in der Hand zu halten und ein bisschen die Saiten zu zupfen. Die Oberflachter und die Trossinger Leier sind recht ähnlich. Letztere ist als Grabfund besser erhalten gewesen. Der Nachbau hatte Nylonsaiten, und ich war positiv überrascht von dem warmen Klang .. Beides hat etwas für sich, Stahl- und Nylonsaiten - ich denke, dass ich irgendwann auch mal eine Replik der Trossinger Leier spielen möchte :-)

Ach ja, da gibt es soooo viel .. ich finde das unendlich spannend.

Aber bevor ich Euch unendlich langweile mit einem so langen Eintrag, komme ich mal zum Ende.

Morgen schaue ich wieder in Eure Blogs! Hoffentlich hattet Ihr ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße an Euch und dankeschön für Eure Gedanken zum Thema Heimat :-)

Birgit 21.05.2017, 20.26 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Durch ein Meer von Rapsblüten ...

...sind wir am Mittwoch Abend "geschwommen" :-) ein wundervoll frühlingshafter Abend war das ...eine lange Hunderunde und abschalten nach der Arbeit, das hat gut getan. Natürlich "mußte" ich ein paar Momentaufnahmen mit der Handykamera einfangen.





"Das ist eines der Geheimnisse des Lebens: Die Seele durch die Sinne zu heilen und die Sinne durch die Seele."
(Oscar Wilde)






... und es summte und brummte um uns herum :-) Alle Bienen der Umgebung schienen sich dort versammelt zu haben.




Könnt Ihr den kleinen "Flieger" entdecken? ansonsten waren sie zu wuselig für mich, um sie im Bild festzuhalten ...





"Willst du immer weiter schweifen? - Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da."
(Goethe)





"Ich weiß, dass dem Menschen seine Vorstellungen Wirklichkeiten sind."
(Goethe)




... und noch ein Blick Richtung See.


"Der Mensch braucht Stunden, wo er sich sammelt und in sich hineinlebt."
(Albert Einstein)


Mit diesen Bildern wünsche ich Euch ein schönes Wochenende und alles Gute :-)

Birgit 12.05.2017, 08.01 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

Wochenend-Impressionen, Free State of Jones


... und schon ist es fast wieder vorbei, das ersehnte Wochenende. Die Zeit rast ... Einiges erledigen, Musik, der Film "The Free State of Jones" mit Matthew McConaughey - spielt während des Amerikanischen Bürgerkriegs, inspiriert durch das Leben des Newton Knight, der sich, durch die Ungerechtigkeit der Konföderierten frustriert, von diesen abwendet und dann zusammen mit anderen Deserteuren und ehemaligen Sklaven um Gerechtigkeit kämpft .. ist an sich nicht schlecht, gut gespielt -

allerdings empfand ich ihn manchmal etwas langatmig, stellenweise ziemlich brutal, und  mit 2:20 h für mich ohnehin viel zu lang  ..ich habe ihn auch nur mit halber Konzentration verfolgt und teilweise was anderes gemacht ..bin einfach nicht mehr der Film-Schauer, und vor allem nicht solche langen Epen ;-)

...und natürlich die Hunderunden. Trotz Winterjackentemperaturen.

Nun möchte ich Euch noch ein paar Bilder zeigen :-)




Blick übers Land .. Sieht wärmer aus, als es ist ;-) Der Raps blüht trotzdem.






Ich finde sie immer *gg* die Vierblättrigen. Als Kind hatte ich mal eine Phase, in der ich sie gezielt suchen gegangen bin, auch die mit fünf oder sechs Blättern. Und sie dann in einem Buch gepreßt und gesammelt habe. Jetzt pflücke ich nichts mehr ..mag auch keine Blumensträuße, nur Pflanzen mit Wurzeln.




Irgendwie sieht Greta hier anders aus, als sonst :-) finde ich.

Die Erde dort ist ganz rot.



Wer könnte diesem Blick schon widerstehen ;)

Es gibt noch mehr von diesen Bildern.

Hoffentlich hattet Ihr ein schönes Wochenende. Ich wünsche Euch einen entspannten Abend und einen guten Start morgen.

Birgit 23.04.2017, 19.06 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Karfreitag, Lesen

Heute soll wohl der angenehmste Tag der Feiertage gewesen sein - wettermäßig. Naja ;) Der Wind war ganz schön frisch. Habe mich aber von der Sonne wenigstens ein bißchen rauslocken lassen. Auf Dauer ist das Drinnensitzen einfach nichts für mich. Die Viren scheinen weiterhin auf dem Rückzug zu sein - ich hoffe, das bleibt so. Viel schlafen hilft  bei mir eigentlich immer gut. Viel ..können dann auch mal 12 Stunden sein. Okay, nicht ganz am Stück. Aber doch immer wieder eindösen ..und das tut mir dann richtig gut.

Ansonsten auf dem Sofa abhängen, natürlich ab und zu auf Leier und Kantele spielen..das entspannt auch sehr.




Nein, unsere Fellnase ist ganz sicher keine Wasserratte *lach* da habt Ihr den Blick absolut richtig gedeutet. Sie plantscht zwar mal am Ufer im flachen Wasser, aber schwimmen - nö, das ist nicht ihr Ding :-)




Algen allerdings wecken immer wieder ihre Begeisterung :-)




Und ordentlich durchschütteln.

Früher habe ich viel mehr gelesen, als heute ..weil die Musik mir mittlerweile wichtiger geworden ist. Wenn ich krank bin, komme ich dann allerdings doch mal dazu - denn was ich auch dann nicht mag, ist Fernsehen schauen - das würde mich nur nerven.

Zuletzt habe ich "Is was, Doc" von Dunja Hayali über ihre Golden Retriever - Hündin Emma gelesen. Echt total witzig geschrieben - und für Hundemenschen unbedingt empfehlenswert. Man erkennt sich (und seine Fellnase) garantiert in vielem wieder, was die Autorin schreibt.

Einen schönen Abend für Euch :-)

Birgit 14.04.2017, 20.25 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL

Danke :-) Frei, Blüten, gemischte Gedanken


Eure Gedanken zu meinem vorigen Eintrag kann ich alle so gut nachvollziehen! Danke, dass Ihr sie mit mir teilt. Ich hoffe, ich triggere Euch nicht mit diesen Zeilen.

Je intensiver man liebt, fühlt, lebt - umso deutlicher wird auch das Wissen darum, dass alles vergänglich ist und auf einen unfaßbaren Punkt zusteuert. Das zu begreifen und auch noch zu akzeptieren - ist unendlich schwer und eine "Lebensaufgabe" im wahrsten Sinne des Wortes. Ja, und manchmal fühle ich mich dieser Aufgabe nicht wirklich gewachsen. Es tut gut, zu sehen, dass ich mit diesen Gedanken nicht allein bin.

Viele Gespräche, die mich doch nicht gefühlsmäßig überzeugen konnten - da sitzt etwas, das mich hartnäckig "piesackt" - ich kann es nicht anders nennen, als Verlustangst. Ja - lieber Jürgen, die Schönheit des Frühlings macht mich manchmal auch traurig in diesem Sinne - denn man weiß nie, wann es zu Ende ist...

Also versuche ich, mich abzulenken, mich positiv auf das Schöne zu konzentrieren (und wegzuschieben, dass genau das Schöne auch so viel Traurigkeit enthält gerade) und meine Begeisterung anzufachen mit den Dingen, die mir Freude machen - und wenn diese Gefühle sich nicht wieder stabilisieren, muss ich andere Wege finden.

Der Gedanke von dir, liebe Smayate - die Chance, den Ballast der alten, neu auferstandenen Ängste für immer abzuwerfen ins Universum - der gefällt mir sehr gut! ich nehme ihn mir mit ins Wochenende ...


Gerade habe ich Urlaub - aus organisatorischen Gründen, und weil ich eine ganze Menge zu erledigen habe - und das tolle Wetter paßt da natürlich gut für die langen Hunderunden zwischendurch.




Da hat sich doch einiges getan bei den Blüten, oder? :-) nur wenige Tage liegen zwischen den Bildern.



Ein Wahnsinns-Duft - und gefühlte tausend Bienen um uns herum! Total aufgeregt sind sie von einer Blüte zur nächsten gedüst - dick beladen mit Pollen-Höschen.



Das ist der Frühling, ich kann ihn erschnuppern, ganz eindeutig !


(Ja, und die Zecken sind auch schon da, darum gibt es auch dieses Jahr wieder das S*calibor-Halsband zum Schutz)





Ich hab noch mehr Fotos von heute, die zeige ich dann in den nächsten Tagen :-) Liebe Grüße an Euch.

Birgit 23.03.2017, 19.44 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Erleichtert :-) Sonnenuntergang am See

Eigentlich müßte man die Steine, die uns heute Mittag vom Herzen gepoltert sind, weithin gehört haben - das war mindestens eine Lawine ;-)

Meine Mom hatte nach ihrer schweren Erkrankung eine Kontrolluntersuchung gehabt, und man hatte wieder "etwas" gefunden, was dem Arzt zu denken gegeben hat. Also wurde eine Biopsie gemacht. Wie zermürbend das Warten auf so ein Ergebnis ist, weiß sicher jeder ..

Heute kam es, und sie rief mich sofort an - NICHT bösartig!

Eine Wahnsinns-Erleichterung ist das. Klar muss nun die weitere "Beobachtung" besprochen werden ..aber das ist erst einmal die bestmögliche Nachricht, und wir sind einfach nur froh.




Neulich Abend am See ..



Bei ihr brauchen wir auf jeden Fall nicht zu befürchten, dass sie einfach so ins Wasser springt :-) Golden Retriever - untypisch ist sie keine Wasserratte - spielt höchstens mal am Ufer im Wasser. Schwimmen ist nicht ihr Ding. Wer weiß - vielleicht kommt das ja noch.

Ich wünsche Euch ein schönes und hoffentlich nicht zu verregnetes Wochenende!

Birgit 17.03.2017, 16.07 | (10/0) Kommentare (RSS) | PL

Kalender, Die Gegenwart, Menschen, Naturbilder


Auf meinem Schreibtisch stehen zwei  "immerwährende" Sprüchekalender, die ich geschenkt bekommen habe - mit jeweils einem Tagesspruch und schönen Bildern - einer mit maritimen Motiven, der andere von meinem Lieblingsdichter, Johann Wolfgang von Goethe. Diese Sprüche geben mir gleich morgens Denk- und Fühlimpulse.

Goethe meint heute:

"All diese vortrefflichen Menschen, zu denen Sie nun ein angenehmes Verhältnis haben, das ist es, was ich eine Heimat nenne."

Hmmm. Viele würden ihm da sicher zustimmen. Was aber mache ich falsch, wenn dies ein Gefühl des Bedrängtseins in mir auslöst...

und mir nun  als erstes ausgerechnet der Mensch einfällt, zu dem ich alles andere als ein gutes Verhältnis habe? Und der nun wieder in meinem Leben erscheint, obwohl ich am liebsten ganz weit weg wäre? Habe ich immer noch nicht richtig gelernt, "Nein" zu sagen? Oder ist hier "Nein" einfach nicht die richtige Antwort? Mein Gefühl sagt "Nein". Aber es gibt auch noch andere Aspekte ..wenn es nur so einfach wäre. Ist es aber nicht. Schwarz-Weiß funktioniert hier leider nicht.

Das Leben hat mir in Bezug auf diesen Menschen eine Aufgabe gestellt. Momentan fühle ich mich ihr nicht wirklich gewachsen, aber wie heißt es so schön "Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben". Mal sehen ...




Hatte ich das Bild schonmal im Blog? ich finde es so stimmungsvoll. Ein besonderer Moment ..

Der andere Kalender zitiert heute Euripides:


"Freue dich, trinke ein Glas, betrachte die Gegenwart als dein Eigentum, alles andere überlasse dem Schicksal".

Das Motto gefällt mir ;-)





Ein Wald-Stilleben .. neues Leben wächst aus einem Baumstumpf hervor. Wir alle sind in diesem Lebenskreis geborgen ...




Frühling :-)

Habt einen schönen Dienstag.

Birgit 14.03.2017, 07.57 | (7/7) Kommentare (RSS) | PL

Danke :) Trimm-Pfad im Trauzenbachtal bei Murrhardt


Danke Euch für Eure lieben Kommentare zu meinem Instrumente- und Musik-Eintrag :-)

Ja, ich denke auch ..manches soll einfach geschehen - weil es so "richtig" ist, und das Schicksal es für uns so bestimmt hat. So ist es mit schönen Dingen - und wohl auch mit den weniger schönen, deren Sinn wir oft erstmal nicht verstehen ..

Hoffentlich konntet Ihr das frühlingshafte Wochenende so richtig genießen. Uns hat die Sonne rausgelockt - im Wald unterwegs zu sein, ist auch ein toller Ausgleich für mich.





Heute sind wir den großen Trimm-Pfad im Trauzenbachtal bei Murrhardt gelaufen. Ein 5,5 km langer Rundweg mit einiges an Steigung und Gefälle, "Kräftigungsstationen" und wunderschöner Waldlandschaft.




Ich lasse einfach die Bilder sprechen ..




Der Huflattich blüht - ein eindeutiges Zeichen, dass der Frühling da ist :-)







Fast schon ein kleiner Wasserfall .. Und unwahrscheinlich viel Moos bedeckt dort den Waldboden.






Wir werden dort ganz sicher noch öfters laufen - der Weg läßt sich auch variieren.

Morgen schaue ich wieder bei Euch vorbei. Einen schönen Wochenbeginn wünsche ich Euch.

Birgit 12.03.2017, 20.20 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

Gemischte Glücksmomente - Resumé: Leier, Kantele, Fellnase ...

Der letzte Tag einer mal wieder aufregenden und ziemlich vollgepackten Woche .. schon länger wollte ich mich hier wieder blicken lassen, aber dann hatte ich doch nie den Kopf frei dafür - und habe mich nach 8-9 Stunden Bildschirm-Arbeit nicht nochmal vor den Kasten setzen wollen, sondern mich lieber meiner Musik gewidmet ..und natürlich unserer Fellnase ..





Das ist Glück pur :-) Und die Musik der Saiteninstrumente wirkt ziemlich einschläfernd auf unseren Hund.





Auf der kleinen finnischen Soprankantele bringe ich mir momentan das Main Theme des Films "Interstellar" bei :-)


Und die "Große" - die ist einfach nur Entspannung pur. Die pentatonische Stimmung lädt zum absolut freien Spiel ein, es gibt keine "Mißtöne", weil die Tonfolgen immer irgendwie zusammen passen.

Angefangen hat ja alles mit ihr:





die mittelalterliche Leier auf Basis des Instrumentenfundes in dem Gräberfeld in Oberflacht, gebaut von Georg Däges in Ulm, welcher auch dieses Jahr wieder Baukurse für die 6- und 8-saitige Leier anbietet (siehe Link) und auch wunderschöne Stücke für die Leier verfaßt und in Notenbüchern zusammengestellt hat.

Mit dieser Leier hat meine Begeisterung für die alte Musik und die historischen Saiteninstrumente begonnen - und ich vermute, dass sich daraus so etwas wie eine "Sammelleidenschaft" entwickeln könnte :-) Denn es gibt so viele verschiedene Typen von Leiern, Kantelen ....die mich unheimlich reizen würden.. da wäre noch die sehr ähnliche Trossinger Leier, die Kravik-Leier, die Sutton Hoo-Leier ..und viele mehr. Außerdem wage ich mich so nach und nach an eine größere Saiten-Anzahl heran.

Da ich alles autodidaktisch mache (auch das Klavierspielen, da hatte ich aber als Kind schon Unterricht gehabt - und natürlich ist mir das Klavier nach wie vor sehr wichtig und ich spiele und übe so oft wie möglich) gehe ich langsam vor ..große chromatische Leiern mit 25 oder mehr Saiten sind zwar mein Ziel für später - aber das ist mir momentan noch zu schwer.

Zumal mich halt auch der historische Aspekt bei diesen Instrumenten fasziniert ..sie sind die Grundlage unserer späteren Instrumente. Die Kantele war ursprünglich ein fünfsaitiges Instrument ..daher möchte ich auch einmal ein solches spielen. Vielleicht schaffe ich ja mal eine Reise nach Finnland :-)

Ihr seht - ich gehe total in der Begeisterung für die Musik auf (und das, obwohl ich in der Schule richtig mies in dem Fach Musik war, und alles ganz schnell aufgegeben habe zugunsten von Zeichnen) - und die Entspannung und Ruhe, die mir das Spiel speziell auf Leier und Kantele gerade nach vollgepackten Tagen mit viel zu vielen Gesprächen bringt, ist unvergleichlich.

Ich bin sehr dankbar, dass ich das - eigentlich durch Zufall, es war ein Impuls auf dem Adventon - entdeckt habe ..es gleicht so vieles aus, was mich doch immer wieder streßt und beschäftigt, sowohl privat als auch beruflich.




Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für Euch :-)

Birgit 10.03.2017, 09.33 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

Pentatonische Kantele / Interstellar / Frühlingsbilder :-)



Wenn das nicht nach Frühling aussieht :-) Vorhin unterwegs entdeckt. Winterlinge, Schneeglöckchen ..



.. ein schöner Rücken kann auch entzücken ;)




Ich würde sagen, damit haben wir das Kapitel Winter abgeschlossen ;-) Klar kann es nochmal ein bisschen ungemütlich werden. Und nächste Woche soll es wieder stürmisch werden, das mag ich gar nicht - Sturm ist laut, und ich habe sowieso Schlafschwierigkeiten. Aber nun geht es mit großen Schritten auf die helle, blühende, lebendige Jahreszeit zu. Darüber bin ich total glücklich .... Glücksmomente :-) "Am Ende gewinnt das Licht" ....

Gemeinsame Zeit mit dem Rudel, viel Musik, viel Natur, Essen gehen, lange schlafen - genau so liebe ich die Wochenenden.Unser Lieblingsfilm auf DVD: "Interstellar". Ich habe schon seit langem das Gefühl, dass mich die neueren Kino-Events nicht mehr so ansprechen. Selten, dass mich ein Film wirklich total begeistert .. Interstellar bildet da eine ganz klare Ausnahme - dieser hochkomplexe Film geht ganz tief rein, ich kann ihn wirklich nur jedem empfehlen, selbst denen, die gegenüber Science-Fiction eher skeptisch sind - er ist bei aller zeitlich-physikalischen Komplexität wirklich komplett schlüssig und führt den Zuschauer auf ganz neue Ebenen des Denkens. Dazu eine wunderbare Filmmusik von Hans Zimmer ..ich habe schon versucht, sie nach Noten aus dem Netz auf dem Klavier zu spielen, aber diese Noten sind ziemlich schwierig, und ich übe eh schon viel zu viele Stücke parallel. Nun habe ich festgestellt, dass sich die zentrale Melodie wunderbar auf meiner Soprankantele spielen läßt :-)

Womit ich auch schon wieder bei der Musik und meinem "Mega-Musikpark" bin, wie eine liebe Blogfreundin das mal so treffend nannte ..lach. Ich habe wirklich eine Meise, was das angeht - seit ich Ende 2013 das Musikmachen für mich entdeckt habe, finde ich immer neue Leidenschaften (aber nicht dass meine Zeit irgendwie mehr werden würde, oder so ;-) ...)

Meine Soprankantele war ja ursprünglich pentatonisch gestimmt - ich wollte sie aber diatonisch haben - so bin ich bei der e-Moll - Stimmung gelandet, in der es sich wunderbar auch improvisieren läßt, aber auch Lieder sind gut spielbar ..und ich liebe Moll. Dur ist nicht so meins.

Dennoch war da immer der Gedanke im Hinterkopf, mich mit der pentatonischen (Fünfton-) Stimmung mal genauer beschäftigen zu wollen. Und nun habe ich es getan. Habe mir eine 12saitige große Kantele bauen lassen, die pentatonisch gestimmt ist, ausgehend von einem tiefen A, bis hoch zum C". Weggelassen werden F und H.

Das ist sie :-) Gebaut aus heimischen Hölzern - Ahorn und Eiche ...





Mit ihr konnte ich mich jetzt ausgiebiger beschäftigen, und meine frühere Skepsis gegen die pentatonische Stimmung ist verflogen.

Es ist ganz anders ..man muss sich drauf einlassen können und sollte vorher auch das bekannte Klangmuster loslassen, nicht mehr in Moll oder Dur denken, hören und fühlen. Und das Schöne bei der pentatonischen Stimmung ist, dass es sich nicht "falsch" anhören kann, egal was man macht. Das ermöglicht ein ganz entspanntes freies Spielen ...zum Meditieren, Visualisieren z. B. von einem Wasserfall, einem über Steine plätschernden Waldbach, dunkle Wälder ....was immer man an inneren Bildern entspannend findet.

Darauf Einlassen. Loslassen. Das ist es glaube ich auch beim Improvisieren. Wenn man Musik gelernt hat, dann hängt man sehr an den Strukturen - Notenfolgen, Takte, vorgegebene Systeme. Die Kantele z.B. lädt dazu ein, freier zu werden, einfach nur den Tönen nachzuhorchen, zu entspannen. Strukturen sowohl musikalisch als auch im symbolischen Sinne loszulassen, zu vergessen. Neue Welten zu entdecken - klanglich, und somit auch in sich selbst, weil die intuitiv gespielten Töne ja aus der Seele kommen.

Diese ganz unmittelbare Erfahrung ..das Streichen mit dem Finger über die Saite, und es erklingt ein reiner Ton, den ich nicht nur hören, sondern auch über die Schwingung des Klangkörpers direkt fühlen kann ..das ist ein wunderbares Gefühl! Dabei ganz entspannt da sitzen, kein Lern-Anspruch, kein Üben ..einfach nur spielen und "sein" ..das ist es, was regelrecht süchtig macht und ein unglaublich toller Ausgleich zum durchstrukturierten Alltag mit seinen Anforderungen ist. Dabei ist der Ton nicht zu laut, nicht zu fordernd ..er paßt sich der Seele an.




Der große Vorteil der Großen ist, dass die Saiten weiter auseinander stehen - also läßt sie sich leichter spielen. Bei der Kleinen mit ihrem deutlich engeren Saitenabstand ist doch ein bisschen "Aufpassen" angesagt, weil ich immer mal die Saite daneben versehentlich mit anschlage  - aber das ist auch nur Übungssache.


Ich hatte mir doch einmal eine kleine keltische Baby-Harfe gekauft, die ich auch im Blog vorgestellt hatte. Mit ihr bin ich nicht so zurecht gekommen - Harfe spielen ist doch ganz anders, als Leier und Kantele, und das nun noch zu lernen, neben der großen Klavier - Aufgabe, wäre mir zu viel geworden. Ich hatte sie fast nie gespielt, das ist doch schade ..Instrumente sollen klingen. Nun aber hat die Harfe bei meinem Klavierstimmer ein neues Zuhause gefunden :-) Und es ist Platz für die große Kantele.

Musik ... was wäre ich ohne :-) Hätte ich mir aber vor Ende 2013 auch nicht träumen lassen, weil ich früher nie Musik gemacht habe - nur gehört. Und in der Schule war ich richtig mies im Musikunterricht - meine erste schlechte Note, eine 5+ oder so, war in der 3. Klasse im Notendiktat, und da hat sich nicht viel geändert - Klavierunterricht hatte ich als Jugendliche, kurze Zeit, ca 2 Jahre oder weniger ..dann aufgegeben - aber genug als Grundlage fürs autodidaktische Klavierlernen als Erwachsene. Wie sich alles ändern kann ..




Ich wünsche Euch eine schöne neue Woche :-)

Birgit 26.02.2017, 19.07 | (5/0) Kommentare (RSS) | PL




"Früher haben wir zum Himmel hochgesehen und uns gefragt, wo unser Platz im Universum ist.
Heute blicken wir auf den Boden hinab und zerbrechen uns den Kopf über unseren Platz im Schmutz."


Cooper (Matthew McConaughey)

"Das ist unmöglich!" (TARS)
"Ich weiß. Aber es ist notwendig."
(Cooper)

"Liebe ist das Einzige, was Zeit und Raum überwindet."
Brand (Anne Hathaway)

... in "Interstellar"




Eine Sternschnuppe ..




"Früher gab es nur Dunkelheit. Wenn du mich fragst, gewinnt das Licht."


Rust Cohle (Matthew McConaughey) - in "True Detective"





"Gib dem Menschen einen Hund
und seine Seele wird gesund."


Hildegard von Bingen
(1098 - 1179), deutsche Mystikerin,
Äbtissin und Naturwissenschaftlerin,
katholische Heilige







"... For you I will return
If I don't return
I will leave a message for you
carved in stone ..."

(Leaves Eyes - "Twilight Sun")





Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann,
und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.

(Victor Hugo)




Mittelalterliche Leier (basierend auf dem Oberflacht-Fund)





10saitige diatonisch gestimmte Soprankantele (e-Moll) und
12saitige pentatonisch gestimmte Kantele (a-Moll p.)




27saitige chromatisch gestimmte Kleine Sopranleier
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