Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Musik

Kurzes Lebenszeichen, Ellwangen Schloss

... mich gibt's noch ;-)

- aber ich habe momentan leider mal wieder so gut wie keine Zeit fürs Netz ...viel Arbeit/Vertretung, unterwegs - die Tage fliegen nur so dahin.

Auch jetzt nur kurz hier ein paar Zeilen und Fotos .. vielleicht schaffe ich später noch eine kleine Blogrunde und endlich mal wieder bei Euch lesen.



Beim Schloss Ellwangen ...



Am vergangenen Wochenende waren wir u. a. im Alamannenmuseum Ellwangen, wo das 3. Ellwanger Alamannen-Forum "Holzhandwerk im frühen Mittelalter" stattfand. Ein rundum schöner Tag mit interessanten Einblicken ..und jede Menge Musik, denn es waren auch einige Leierbauer und -spieler angereist: die Künstler Georg Däges aus Ulm, der mir meine erste Leier gebaut hatte, Julian Cuvilliez & Audrey Lecorgne vom Atelier Skald in der Bretagne, und Thomas Andersen von ars anglia in Schleswig-Holstein. Faszinierend, all die unterschiedlichen Leiern dort zu sehen und auch zu hören. Abends dann gaben erst Julian Cuvilliez, und danach Georg Däges ein Konzert in der Kapelle neben dem Museum - wunderschöne gefühlvolle Melodien, u.a. untermalt von Erzählungen von Jorge, dem Wanderer. Ein unvergeßlicher Tag.

Aufgrund der Lichtverhältnisse ( - und, wie ich leider zu spät bemerkt habe, eine falsche Einstellung meiner Handy-Kamera ) habe ich leider nicht viele Fotos von dem Tag - die, die noch am ehesten "anschaubar" sind, sind am frühen Abend beim Schloss Ellwangen entstanden.



Ein herrlicher Schlossgarten mit Blick auf die Wallfahrtskirche Schönenberg.










Es lag ein ganz besonderer Zauber über dem Abend.

Zu schade, dass ich das alles fotografisch nicht wirklich "festhalten" konnte, aber wir haben ja die Erinnerungen :-)





Meine "neueste" mittelalterliche Leier, die achtsaitige, war natürlich mit dabei...passend zu der Umgebung.


Mal sehen, ob ich im Laufe der nächsten Woche wieder mehr Zeit fürs Bloggen finde :-) Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und eine gute Zeit.

Birgit 13.10.2017, 09.56 | (11/0) Kommentare (RSS) | PL

Ein bisschen Meer-Stimmung, Gedicht, Fernweh und Musik



Ostsee-Erinnerungen ....



Der Grashalm

Da drinnen im Waldesgrunde,
Am mild beschatteten Bach,
Da steht ein schlanker Grashalm
Und sieht den Wellen nach.

Entwandernd schau'n sie zum Halme
Mit Silberblicken empor,
Da beugt er sich liebend hinunter,
Küßt Welle für Welle zuvor.

Da scharen die zärtlichen Wellen
Liebkosend sich um ihn her
Und tragen ihn, leis' umarmend,
Mit sich hinaus ins Meer.


Johann Fercher von Steinwand (1828 - 1902),
Pseudonym: Johann Kleinfercher,
österreichischer Dichter und Lyriker

... zufällig im Netz gefunden, dieses Gedicht - es gefällt mir sehr :-)


Ja, immer wieder packt sie mich, die Meeressehnsucht.. aber seit ich vor vier Jahren das Musikmachen entdeckt habe, hat das Fernweh sich bei mir doch etwas entspannt. Ich weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist .... aber über die Instrumente habe ich einen Weg gefunden, dieses sehnsüchtige Ziehen in und an meiner Seele, das mich immer fort treiben wollte, auszugleichen und auszuleben.

Musik hören war schon immer extrem wichtig für mich - aber erst seit ich selbst mit meinen Händen Töne erzeuge, und sei es auch noch so "anfängermäßig" - habe ich diese Ruhe in mir gefunden - dass es mich nicht ständig weg von daheim zieht. Wie eine Art "Erfüllung", und auf jeden Fall ein Ausgleich zum manchmal stressigen Alltag.

"Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst." (Lucius Annaeus Seneca)




Hier haben wir schönstes Spätsommerwetter im Herbst, ich mag das sehr. Zu schade, dass es zum Wochenende hin bergab gehen soll mit dem Wetter, aber - bei Sturm und Regen liebe ich es besonders, gemütlich daheim zu sitzen und Musik zu machen. Auch meine Abneigung gegen Herbst und Winter ist dadurch viel weniger geworden...

Diese schicksalhafte *g* Begegnung mit dem Keyboard damals Ende 2013 - die hat alles ausgelöst, dann die auf dem Adventon bzw. über Georg Däges bekommenen Impulse zum Leier- und später zum Kantelespielen  ... Wenn mir das früher jemand prophezeit hätte - ich hätte ihm nicht geglaubt, da ich eigentlich mit aktivem Musikmachen nie etwas am Hut hatte, und Musik in der Schule frühestmöglich zugunsten von Zeichnen abgewählt habe, im Unterricht schlechte Noten hatte, und auch nur gut eineinhalb Jahre Klavierunterricht als Kind, ehe ich das Klavierspielen aufgegeben habe und nie wieder begonnen ..bis Ende 2013, seit damals bringe ich mir alles autodidaktisch bei. Das war wirklich ein "Geschenk des Schicksals", über das ich mich immer noch freue, wie verrückt :-)

Liebe Grüße an Euch.

Birgit 28.09.2017, 10.09 | (8/0) Kommentare (RSS) | PL

Ausblicke übers Land, Gedanken, Brombachsee

Hoffentlich seid Ihr gut in die neue Woche gekommen.



- Unterhalb vom Juxkopf -

Heute morgen mußte ich mal wieder so denken ..bei all dem, was zur Zeit auf der Welt geschieht, und unberechenbar, wie das Leben ist, kann man ..ich ..wirklich froh sein, wenn man gesund aufwacht - und heil durch den Tag kommt. Im Bruchteil einer Sekunde kann alles anders sein ..wenn das Schicksal es so will, dass man einem Fanatiker oder sonstwie Wahn-Sinnigen über den Weg läuft, wenn - wie hier in manchen Regionen der Fall - man eben genau da wohnt, wo 10 Minuten Unwetter eine Schneise der Zerstörung hinterlassen ..



Hosted on Fotki


Idyllisch und friedlich ..ja, so war die Gegend, wo wir gestern unterwegs waren. Hier schaut man Richtung Ludwigsburg, kann die Stadt am Horizont aber maximal erahnen. Ansonsten ..weit und breit kein Dorf.



Eins der Schäfchen, Ihr seht es rechts hinten im Bild, hat es irgendwie geschafft, den tickenden Elektrozaun auszutricksen. Nun wollte es aber wieder zurück zu seiner Herde ..was ihm leider nicht gelang. Wir haben versucht, irgendwie nachzuhelfen, aber diese Schafe waren sehr scheu und sind geflüchtet, sobald wir in die Nähe kamen. Ich hoffe, dass der Schäfer nicht allzuweit entfernt war.



Hosted on Fotki


Die MS Brombachsee - ein Trimaran.



Hosted on Fotki


Dieser Ast war nahe genug am Ufer - kein Schwimmen nötig *ggg*


Heute bin ich etwas früher mit Arbeiten fertig geworden und habe daher Muße, hier gemütlich zu tippen. Nun noch ein bisschen Klavier spielen. Morgen Nachmittag ist mal wieder Friseur angesagt. Ich gehe nicht oft ..färbe meine Haare ja selber mit Henna, und 2-3x im Jahr gönne ich mir ein paar blonde Strähnchen zur Aufhellung. Spitzen schneiden wäre auch mal wieder fällig. Viel kürzer will ich aber nicht ..bin gerade sehr zufrieden mit der Länge.



Hosted on Fotki


Einer der seltenen "Momente", wo ich ein Kleid trage. Bin eigentlich eher der Hosen-Typ.

Liebe Montags-Grüße an Euch :-)

Birgit 21.08.2017, 16.09 | (7/0) Kommentare (RSS) | PL

Nichtschwimmer-Hundi, Musik machen am Waldrand ...



... auf unserer kleinen Tour über Land und durch den Wald haben wir dort in einer ruhigen Ecke halt gemacht und einfach nur relaxt ..




..mein Schatz mit einem Buch über Astronomie, und ich mit meiner Soprankantele ...sehr entspannend.



Hosted on Fotki


Ja .. Zeit ist Luxus.. gemeinsame freie Zeit und die Möglichkeit, einfach loszudüsen an einen schönen ruhigen Ort. Natürlich haben wir auch in dieser einsamen waldigen Gegend Menschen gesehen - vor allem Motorradfahrer und Radler. Komplette Ruhe findet man in Straßennähe an einem Ferien-Sonntag wahrscheinlich nicht. Dennoch ..es war toll!

Ich halte die Kantele hier übrigens absichtlich verkehrt herum - damit die Abfolge der Saiten meinen beiden Leiern entspricht, wenn ich Stücke für die Leier darauf übe und spiele.



Hosted on Fotki


Stimmt ..unser Hund schwimmt nach wie vor nicht ;-) Der Ring ist hier für sie schon zu weit entfernt. Sie spielt gern im Wasser, aber Schwimmen .. nö :-) Wirklich ungewöhnlich für einen Retriever.

Einen schönen Sonntagabend wünsche ich Euch .. bis morgen :-)

Birgit 20.08.2017, 20.01 | (7/1) Kommentare (RSS) | PL

Zeit, Energievampire, Greta Virus, Juxkopf


Danke Euch für Eure Gedanken zum "regelmäßigen Bloggen" ..Ihr habt absolut recht, man sollte sich nicht zwingen zu einem Hobby. Mein Problem - je weniger ich blogge ..desto weniger blogge ich. So wie Linda es in ihrem Kommentar beschreibt.

Und wie irrsinnig schnell die Zeit rast, merken wir ja alle ..und dass sie nie für alles ausreicht, was ansteht. Das empfinde ich momentan wieder ganz intensiv, und kriege eine richtige Wut auf "Zeitdiebe" und "Energievampire" ..

Wenn man mal wieder ein Ohr abgekaut kriegt, mit Informationen "versorgt" wird, die man gar nicht hören will und die einen möglicherweise sogar unnötig belasten ..Gerüchte über Dinge, die frühestens in einigen Monaten spruchreif werden ..




                                                     Beim Aussichtsturm Juxkopf


Und es nervt mich, wenn Menschen so viel reden ...oftmals schon früh morgens (ok, bin Morgenmuffel ;-)  )

Das scheint heutzutage ja auch im beruflichen Bereich fast schon "Pflicht" zu sein. Labern, sich verkaufen, alles bis ins Äußerste erklären .. Selbst auf ganz einfache kurze Fragen, die ebenso einfach und kurz beantwortet werden können, bekomme ich manchmal einen Roman erzählt ..

Vielleicht meinen manche Leute tatsächlich, dass genau das von ihnen erwartet wird .. Von mir jedenfalls nicht. In der Kürze liegt die Würze. Und jeder einzelne von uns hat heutzutage schon genug Input zu verarbeiten ..das sollte man berücksichtigen.

Manchmal wünsche ich mir so viel mehr Allein-Sein .. ohne dauernd Menschen um mich herum haben zu müssen. Es strengt mich einfach an. Klingt blöd ..vielleicht ..aber manchmal ist es eben so.

Wie sehr ich dann ruhige Momente mit meinen Instrumenten genieße .. Selbst wenn die Konzentration fürs Klavier-Üben nicht reicht ..Entspannung mit der Leier geht immer :-) Dafür bin ich so dankbar.





Müdes Hundi ;-)

Sie hatte in den letzten Tagen irgendeinen Virus "erwischt" ..das geht ja schnell bei Hunden, die überall schnüffeln. Dass es so lange gedauert hat, und sie auch überhaupt keinen Appetit hatte - ein normalerweise verfressener Golden Retriever - das hat uns dann schon Sorgen gemacht, so dass auch Tierklinik-Besuche angesagt waren, diverse Untersuchungen, auch am Wochenende, wo dort die Hölle los war mit Notfällen ...puh.

Aber mittlerweile scheint es wieder okay zu sein, wir hoffen, diesmal bleibt es auch so. Die Blutuntersuchung ist auch gut ausgefallen, das war eine Erleichterung.

Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag :-)

Birgit 17.08.2017, 08.52 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Die neue Leier / In der Natur / Wie kriege ich das hin ..


... endlich mal regelmäßiger zu bloggen??

Ich WILL es doch. Und dann kommt immer wieder was dazwischen - oder es fehlt einfach die Energie, nach 8-9 Stunden Arbeit noch mehr in einen Bildschirm zu schauen.

Das Problem - ich mache die Dinge entweder "ganz, oder gar nicht". Und wenn ich dann nicht dran bleibe an der Sache, und sie regelmäßig tue, dann geht es ganz schnell, dass ich gar nicht mehr den Dreh dafür kriege. So ist es leider auch mit Hobbies wie dem Bloggen.





Sogar mit dem von mir früher sehr geliebten Tagebuchschreiben von Hand war es so. Ich konnte tageweise wie wild schreiben und Seite um Seite füllen ..aber wenn dann irgendwas war, dass ich mal nicht dazu kam - war ich schnell aus dem "Dreh draußen" und habe gar nichts mehr geschrieben bzw. mußte mich zwingen, wieder anzufangen, um dann auch wieder Spaß daran zu haben, wenn ich erst mal wieder eingestiegen war ins Schreiben.




Das kann mir sogar mit dem Klavierspielen passieren, obwohl ich das ja wirklich heiß und innig liebe.  Nur ist nicht immer die Zeit dafür oder die Konzentration da - und wenn dann mehrere Tage "ohne" vergehen, fällt mir der Einstieg schwer - obwohl es eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist. Seltsam, oder??

Faszinierenderweise ist es mit all meinen Saiteninstrumenten nicht so. Vielleicht, weil das eine so rein entspannende Tätigkeit ist, die auch noch nach einem anstrengenden Tag mit (zu) viel Input geht ...




Die neue Leier, die ich euch in meinem letzten Eintrag gezeigt habe, ist wirklich wunderbar. Ganz anders als meine anderen Instrumente ..eine Umstellung auch beim Spielen, weil die Nylonsaiten weicher gespannt sind, als Stahlsaiten - aber der Klang hat einen enorm beruhigenden Effekt, und dieses Tiefe und Mittelalterliche gefällt mir total.

Georg Däges hat ein wunderbares neues Notenheft für die 8saitige Leier herausgebracht, "Farn im Wind" - sehr meditative, gefühlvolle Stücke - und zusammen mit seinem ursprünglichen Notenheft mit tollen irischen Stücken habe ich nun jede Menge Musik, die ich lernen darf.

Ich wünsche Euch ein schönes "Bergfest" :-)

Birgit 09.08.2017, 10.31 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL

Langer Freitag, Neue Kleine Choroi-Sopranleier, Bettel-Hundi


Die nächste tropische Nacht halb schlaflos überstanden, trotzdem mag ich den Sommer ... und nun wartet der übliche "lange Freitag" auf mich - aber den kriege ich auch noch rum :-)

Dafür treffe ich mich in der Mittagspause mit einer lieben Kollegin aus dem anderen Gebäude, die ich viel zu selten sehe.

~~~~~~

Ach ja. Ich und mein Musik- bzw. Instrumenten-Tick *gg*

Jedes einzelne Instrument, das ich habe, ist mir total viel wert - und jedes einzelne ist anders, eigen. Keines "ersetzbar"  - jedes mit eigenem Charakter, in einer anderen Tonart, und auf andere Art und Weise zu spielen. Und nun habe ich eine weitere Herausforderung angenommen, die allerdings eine etwas andere Dimension ist, mit ihren 27 chromatisch gestimmten Saiten (g - a'') ...





Ich hatte schon eine Weile im Netz recherchiert und war so auf die "Neue Leier"gekommen (im Gegensatz zu den Instrumenten historischen Ursprungs) die Ende der 1920er Jahre entworfen und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt worden ist, im Geiste der Anthroposophie, des Waldorf-Prinzips und auch der Heilpädagogik und Musiktherapie. Die wichtigsten Namen hier sind Edmund Pracht, Lothar Gärtner und Julius Knierim.

Mit dem Prinzip der Choroi-Werkstätten hatte ich mich schon ausgiebig beschäftigt, und die Instrumente gefielen mir.

Auf e*bay entdeckte ich dann dieses Instrument, gebraucht von privat, 20 Jahre alt, super erhalten...wieder ein Instrument mit Geschichte. Wir wurden uns schnell einig, der Versand klappte auch problemlos, und nun ..bin ich dabei, mir die Spieltechnik auf Basis des von Knierim entwickelten Fingersatzes selber beizubringen. Was wirklich nicht einfach ist, aber es macht unheimlich viel Spaß, ein Instrument mit so vielen Saiten zu erkunden.

(Ach ja, ich hätte noch einen großen Packen Zeit mitbestellen sollen, aber leider gibt es die nicht einfach so ;-)  )






Auf dem Klavier hat sie in ihrem Holzkoffer einen schönen Platz gefunden.





Ach ja, das Kissen bzw. den Bezug habe ich mir auch gegönnt :-) Ich mag das ..roter Samt, Brokatverzierung ..

Also - langweilig wird's mir nie ;-) Und selbst an Tagen, wo nur wenig freie Zeit übrig ist, finde ich doch immer ein paar Minuten für meine Instrumente .. einfach zum Entspannen, Runterkommen, meine Mitte finden ..die Klänge genießen, die die Saiten hervorbringen, dieses schöne Gefühl, sie direkt unter meinen Fingern zu spüren.



Greta findet das übrigens auch entspannend ;-) Hier allerdings ist sie mal wieder voll im Bettel-Modus.

Ich wünsche Euch ein schönes, erfülltes und abkühlungsreiches Wochenende.

Birgit 23.06.2017, 09.51 | (13/0) Kommentare (RSS) | PL

Was bedeutet Heimat ...



Zuerst einmal DANKE für Eure lieben Kommentare zu meinem vorigen Eintrag, ich freue mich sehr :-)





Diese Momentaufnahme entstand vor ein paar Tagen auf der Hunderunde ..

Ich mußte den Augenblick einfach festhalten - er war so unglaublich schön!

Mildes, nicht zu warmes Frühlingswetter, der Duft der Natur überwältigend, und der Ausblick übers Land ..die Schönheit unserer Landschaft hier ..

Ja - das war ein Heimat-Gefühl. Ein schönes Gefühl, eins sein mit der Gegenwart, der Natur, der Welt um mich herum.

Ich bin eigentlich nicht so der Heimat-Typ, kann mich auch anderswo schnell wohlfühlen - aber z. B. dort, wo ich ursprünglich herkomme, also die ersten 18 Jahre meines Lebens verbracht habe (manche würden das Heimat nennen), würde ich nie, niemals wieder leben wollen.

Heimat war für mich viele Jahre eine andere Kleinstadt ...

Inzwischen liebe ich das Leben hier auf dem Land so sehr ...kann mir aber dennoch nach wie vor einen kompletten Wegzug von hier ganz woanders hin vorstellen, sogar auf einen anderen Kontinent.

Wir leben vielleicht nur einmal, und es gibt so viele Möglichkeiten ...





Home is where my heart is ..


wo viel Natur ist, und wo die Wesen und Dinge sind, die ich liebe ... wo ich mich entfalten kann, Freiraum habe und Ruhe, Platz um mich herum und Musik - und auch die Möglichkeit, über Land fortzufahren - und zurückzukehren.





Ich wünsche Euch ein schönes, erfülltes Wochenende :-)

Birgit 19.05.2017, 09.42 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Der Prinzenstein, Kantele spielen im Wald und improvisiertes Häkeln :-)

Hoffentlich hattet Ihr ein schönes Wochenende?

Unseres war toll .. Alles dabei - das übliche wochenendliche Arbeiten im Haus/Baustelle, Garten - ein kleiner Familienbesuch, aber auch schöne Touren durch die frühlingshafte Natur, Essen gehen, Musik, auf der Terrasse sitzen .. und .. mal wieder ein bißchen Handarbeiten.





Blick Richtung Aspach / Backnang ... Dort oben im Wald hat es wundervolle Wege und spezielle Orte.

Zum Beispiel der Prinzenstein:




Die Inschrift lautet: „Zum Andenken an Seine Königliche Hoheit den Prinzen von Württemberg von seinen treuen Jägern“.

Das Denkmal wurde 1870 errichtet. Faszinierend sind auch weitere Einritzungen von Privatleuten in den Stein, die offenbar auch schon viele Jahrzehnte alt sind.







Ja - meine kleine Soprankantele war mit von der Partie :-)


Es ist einfach wundervoll, im Wald auf einem Baumstumpf zu sitzen und zu spielen ..oder einfach beim Gehen ein paar Saiten zu zupfen. Die Klänge passen so gut in die Natur. Und es ist meditativ ..ganz intensives Er-Leben des Gegenwartsmoments ..durch die Klänge mit der Natur, mit dem Universum verbunden sein ..

Da ich keine spezielle Transporttasche für die Kantele habe, hieß es improvisieren. Eine Hirtentasche von meinem Schatz, die noch aus den Achtzigern stammt, schien geeignet, nur etwas zu klein/niedrig und etwas zu weich. Wobei es okay ist, wenn die Stimmnägel "frei" sind, nirgendwo anliegen, also oben raus schauen. Ich bin ja sowieso vorsichtig beim Transportieren.

Also grub ich meine verschütteten minimalen (!) Häkel-Kenntnisse aus den Tiefen meiner Erinnerung wieder aus ...samt 3 kleine Knäuel (150 g) "Wolle", die eigentlich eher einem zweiteiligen dicken Stoff-Faden gleicht, und die ursprünglich zum Stricken eines flusigen Schals vorgesehen war.

Eine Reihe gehäkelte Kettmaschen, auf dem oberen Rand der Tasche festgenäht, bildeten die Basis für einige Rundum-Reihen feste Maschen, soweit die Wolle eben reichte, und das war nicht sehr weit, weil sie so dick ist - 

außerdem habe ich die Tasche insgesamt durch Nachnähen gefestigt, und um den Tragegurt herumgehäkelt. Fertig war eine stabile "Erhöhung" bzw. Verstärkung des oberen Randes, farblich paßt es auch zusammen - und wenn es auch nur improvisiert ist - es erfüllt seinen Zweck für den Transport im Auto bzw. kleinere Strecken draußen (sowieso nur bei trockenem Wetter) und ist etwas sehr hippie-mäßig zumindest sehr individuell







Und vor allen Dingen - hat es mir richtig Spaß gemacht, mal wieder etwas Handarbeitliches zu machen :-) Früher habe ich gerne Decken gehäkelt - so patchwork-mäßig mit Mustern und ganz knallbunt. Und ab und zu auch einfache Stricksachen, einmal sogar eine Strickjacke, die mir letztlich allerdings etwas zu groß war  - meine Mom hat sie dann gerne übernommen :-) Das war bevor ich mich so viel mit Musikinstrumenten beschäftigt habe.

Die freie Zeit reicht nie für alles, was ich gern täte - muss mich halt entscheiden :-)

Jedenfalls war's richtig schön, auch vom Wetter her, trotz gelegentlichem Gewitter und Platzregen ..mild und Frühling pur.

Ich wünsche Euch einen schönen Wochenbeginn.

Birgit 15.05.2017, 10.16 | (9/1) Kommentare (RSS) | PL

Leier spielen, Briefschreiben, Meer, Frostflieger ...

Und wieder ist eine Woche fast vorbei ...arbeitstechnisch eine "kurze". Einige wichtige Arbeiten sind erledigt, und ich habe einen schon länger anstehenden Brief geschrieben. Dafür brauchte ich den Kopf frei - und das war in den Wochen zuvor nicht der Fall gewesen.

Ich habe früher, also vor Jahrzehnten, öfters Briefe mit der Hand geschrieben - und habe es mittlerweile etwas verlernt, glaube ich. Auch das Schreiben von Hand ;) Zumal ich mich um eine leserliche Schrift immer bemühen muß.

Insgesamt haben sich bei mir ja die Prioritäten schon seit langem weg vom Schreiben "verlagert" - was auch zeit- und arbeitsbedingt ist. Durch das viele Tippen am Bildschirm habe ich für schriftliche Kommunikation meist leider einfach nicht mehr den Kopf frei. Dass ich die Musik für mich zum Ausgleich und zur Entspannung entdeckt habe, darüber bin ich nach wie vor soooo froh - auch wenn ich mich immer wiederhole ;-) es macht mir halt einfach total  viel Spaß.

Die drei Notenhefte für die 6saitige mittelalterliche Leier von Georg Däges habe ich  nun fast durch - aber natürlich möchte ich beim Spielen noch vieles "verfeinern", mehr auswendig lernen ..

Im Urlaub an der Ostsee hatte ich die Leier auch wieder mit dabei :-) Ein so schönes, heimeliges Gefühl, sie auch "in der Ferne" zu spielen.




Das Bild ist allerdings von letztem Jahr. Aufgenommen an der Turmhügelburg Lütjenburg.




So blau, wie Anfang April auf Fehmarn, ist der Himmel heute auch wieder. Allerdings hat der Frost bei uns sehr zugeschlagen. Mit "Frostfliegern" (Hubschraubern) wurde versucht, die eisige Kälte aus den Weinbergen zu verwirbeln und den Reben etwas wärmere Luft "zuzufächeln" - außerdem setzten die Wengerter und Obstbauern gezielte Beregnung, kleine Feuer und Frostkerzen ein, um das Schlimmste von den jungen Trieben und Blüten abzuwenden - offenbar aber teilweise leider ohne Erfolg ..es muß mit beträchtlichen Frostschäden gerechnet werden. 

Hoffentlich haben wir kältemäßig das Schlimmste nun überstanden.

Ich wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende :-)

Birgit 21.04.2017, 13.53 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL




"Früher haben wir zum Himmel hochgesehen und uns gefragt, wo unser Platz im Universum ist.
Heute blicken wir auf den Boden hinab und zerbrechen uns den Kopf über unseren Platz im Schmutz."


Cooper (Matthew McConaughey)

"Das ist unmöglich!" (TARS)
"Ich weiß. Aber es ist notwendig."
(Cooper)

"Liebe ist das Einzige, was Zeit und Raum überwindet."
Brand (Anne Hathaway)

... in "Interstellar"




Eine Sternschnuppe ..




"Früher gab es nur Dunkelheit. Wenn du mich fragst, gewinnt das Licht."


Rust Cohle (Matthew McConaughey) - in "True Detective"





"Gib dem Menschen einen Hund
und seine Seele wird gesund."


Hildegard von Bingen
(1098 - 1179), deutsche Mystikerin,
Äbtissin und Naturwissenschaftlerin,
katholische Heilige







"... For you I will return
If I don't return
I will leave a message for you
carved in stone ..."

(Leaves Eyes - "Twilight Sun")





Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann,
und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.

(Victor Hugo)




6saitige mittelalterliche Leier basierend auf dem Oberflacht-Fund, Stahlsaiten, C-Dur/d-Moll




8saitige germanische Leier, Nylonsaiten, F-Dur




10saitige diatonisch gestimmte Soprankantele (e-Moll) und
12saitige pentatonisch gestimmte Kantele (a-Moll p.)




27saitige chromatisch gestimmte Kleine Sopranleier, Choroi
RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3